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13.05.2019, 09:38 Uhr

Chile importiert Umweltschutz aus Sachsen

Umweltminister unterzeichnen Kooperationsvereinbarung

Sachsen und Chile wollen künftig beim Umweltschutz enger zusammenarbeiten. Sachsens Staatsminister Thomas Schmidt und seine chilenische Amtskollegin Carolina Schmidt haben am Rande der Konferenz „Petersberger Klimadialog“ in Berlin eine entsprechende Absichtserklärung unterzeichnet. Mit der gemeinsamen Vereinbarung wollen die beiden Ministerien einen Rahmen für Aktivitäten der Zusammenarbeit und des Austausches festlegen. Ziel ist es, die Leistungsfähigkeit im Bereich des Umweltschutzes zu stärken sowie gegenseitig von Erfahrungen zu lernen.

„Unsere chilenischen Partner sind sehr an Technologien und Kooperationen im Bereich der Landwirtschaft und des Umweltschutzes interessiert“, sagte Staatsminister Schmidt. „Sowohl für Unternehmen als auch für Wissenschaftler bieten sich auf dieser Basis vielfältige Chancen und Möglichkeiten für eine enge Zusammenarbeit. So sind insbesondere unsere exzellente und anwendungsorientierte Forschungslandschaft in Sachsen genauso wie unsere flexiblen kleinen und mittelständischen Unternehmen sehr gefragt. Sie verfügen über ein geballtes Know-how, das zahlreiche Anknüpfungspunkte bietet.“

Das sächsische und chilenische Umweltministerium wollen mit der heute unterzeichneten Vereinbarung vor allem bei der Sanierung von Altlasten und belasteten Böden, der Erarbeitung von Umweltstandards für die Wasserqualität, der Verwaltung von Wassereinzugsgebieten kooperieren sowie bei der Dekontaminierung von Gewässern voneinander lernen. Auch in der Verwaltung im Bereich Abfall, Herstellerverantwortung und Förderung von Recycling und der Kreislaufwirtschaft wollen beide Ministerien zusammenarbeiten.

In den vergangenen drei Jahren ist die Zusammenarbeit von sächsischen und chilenischen Unternehmen und Forschungseinrichtungen bereits deutlich intensiviert worden. So unternimmt etwa das Kooperationsnetzwerk „agroAMBIENTE“ große Anstrengungen in der Vermittlung und Entwicklung gemeinsamer Projekte. Die Mitglieder des Netzwerkes suchen innovative Lösungen für nachhaltiges Wassermanagement und landwirtschaftliche Abfallverwertung in der südamerikanischen Region. Innerhalb des Netzwerkes agroAMBIENTE laufen bereits seit April 2018 die ersten Projekte an.

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