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16.04.2019, 15:00 Uhr

Gutes Leben im Alter – Pflegedialog im Doberschütz

Staatssekretärin Regina Kraushaar im Austausch zum Thema Pflege auf der zwölften Ausgabe der landesweiten Dialogreihe

Gesundheitsstaatssekretärin Regina Kraushaar nahm heute (16. April 2019) am Pflegedialog im BSZ Eilenburg „Rote Jahne“ teil. Wie geht gute Pflege im Landkreis Nordsachsen? Was brauchen wir, damit die Pflege zukunftsfähig ist und was können wir dafür tun? Insbesondere um diese Fragen drehte sich die Diskussion in Doberschütz, beim zwölften von insgesamt 13 Pflegedialogen. Die Pflegedialoge sind eine Veranstaltungsreihe, bei der Gesundheitsministerin Barbara Klepsch und Staatssekretärin Regina Kraushaar landesweit mit Pflegefachkräften, Trägerorganisationen, Krankenkassen und anderen Expertinnen und Experten über die Pflege in Sachsen diskutieren.

„Überall in Sachsen engagieren sich Menschen vor Ort für eine gute Pflege. Sie sorgen dafür, dass die Betroffenen ein gutes Leben im Alter verbringen können – auch wenn sie Hilfe benötigen und pflegebedürftig geworden sind. Das Engagement im Bereich der Pflege ist ein unschätzbarer Wert für die Gesellschaft insgesamt. Beim Pflegedialog hier in Nordsachsen wollen wir mit den Akteuren ins Gespräch kommen, und vor allem wollen wir zuhören – denn nur gemeinsam können wir klären, was und wen es für gute Pflege konkret braucht, wo noch Handlungsbedarf besteht und was die Beteiligten in der Region bereits an Ideen für ein gutes Leben im Alter und bei Pflege entwickelt haben“, sagte Staatssekretärin Regina Kraushaar.

Sachsen ist das Bundesland mit dem dritthöchsten Altersdurchschnitt. Laut Prognose erhöht sich das Durchschnittsalter um etwa ein Jahr von derzeit 46,7 Jahre auf 47,6 Jahre im Jahr 2030. Das Durchschnittsalter im Landkreis Nordsachsen beträgt schon jetzt 47,7 Jahre. 2030 wird es voraussichtlich bei knapp 49,5 Jahren liegen. Für Sachsen und im Speziellen für Nordsachsen ergeben sich dadurch neue Anforderungen an die Pflege sowie ein erheblicher Bedarf an Pflegepersonal.

„Damit die Bürgerinnen und Bürger auch in Zukunft gute Pflegeangebote vorfinden, müssen wir schon heute zukunftsweisende Schritte diskutieren und neue Lösungen erproben. Und eins ist klar: Dabei müssen wir auf die speziellen regionalen Herausforderungen und Chancen eingehen. Mit den Dialogveranstaltungen wollen wir dazu beitragen, dass sich die Akteure vor Ort noch besser vernetzen können und miteinander in kontinuierlichem Austausch bleiben. Ich bin allen, die sich in der Pflege mit Herz und Verstand jeden Tag aufs Neue einbringen, sehr dankbar für ihr Engagement“, so Kraushaar.

Die Staatssekretärin bezeichnete die bereits existierenden Pflege-Strukturen in Sachsen als zeitgemäß und den Bedürfnissen der Menschen entsprechend. Mit dem Weg der „vernetzten Pflegeberatung“, den der Freistaat seit der Verabschiedung des Pflege-Weiterentwicklungsgesetzes von 2008 geht, wurden bereits Weichen für eine zukunftsfähige Pflege gestellt. So werden beispielsweise vom Freistaat Pflegekoordinatorinnen und Pflegekoordinatoren in den Landkreisen gefördert, die bereits alle relevanten Akteure in der Pflege zusammenbringen. „An diese Netzwerke knüpfen wir mit den Dialogen an. Das konkrete Gespräch vor Ort, das sich an den Gegebenheiten der jeweiligen Region orientiert, soll ein weiterer Impuls sein, damit sich eine regional starke Pflegelandschaft über Kooperationen und Beispiele guter Praxis weiter festigt“, so die Staatssekretärin.

Auf den Pflegedialogen suchen Gesundheitsministerin Klepsch und Staatssekretärin Kraushaar zur Zeit in allen 13 Landkreisen und kreisfreien Städten Sachsens mit Betroffenen und lokalen Experten das Gespräch und entwickeln Ideen für die Zukunft der Pflege. Der nächste – und abschließende – Pflegedialog findet am 13. Mai in Dresden statt.

Über die Pflegedialoge Sachsen:

Gutes Leben im Alter – das bedeutet für viele Menschen auch gute Pflege
und Unterstützungsmöglichkeiten bei Hilfe- und Pflegebedürftigkeit. In Sachsen werden in Zukunft immer mehr Menschen Pflegedienstleistungen in Anspruch nehmen. Das hat zum Beispiel mit dem demografischen Wandel zu tun. Welche Herausforderungen zeigen sich in der Pflege in Sachsen heute und morgen? Welche Chancen bieten mehr Vernetzung und Austausch? Welche gesundheitliche Infrastruktur und welche Angebote benötigen wir? Welche Technologien können pflegebedürftigen Menschen ein selbstbestimmtes Leben ermöglichen? Und wo helfen nur professionelles Personal und die Zuwendung durch einen Menschen? Auf den Pflegedialogen ist Raum für Fragen wie diese.

Mit den Pflegedialogen Sachsen sucht das Sächsische Staatsministerium für Soziales und Verbraucherschutz das Gespräch mit den Menschen vor Ort und möchte herausfinden: was macht heute schon gute Pflege im Freistaat aus – und wie lässt sie sich weiter verbessern?

Weitere Informationen unter: www.pflegedialoge.sachsen.de

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