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Gutes Leben im Alter – Pflegedialog im Landkreis Meißen

14.02.2019, 15:06 Uhr — Erstveröffentlichung (aktuell)

Gesundheitsministerin Barbara Klepsch im Austausch zum Thema Pflege auf der neunten Ausgabe der landesweiten Dialogreihe

Gesundheitsministerin Barbara Klepsch nahm heute (14. Februar 2019) am Pflegedialog im Tagungszentrum der Sächsischen Wirtschaft in Radebeul teil. Wie geht gute Pflege im Landkreis Meißen? Was brauchen wir, damit die Pflege zukunftsfähig ist und was können wir dafür tun? Insbesondere um diese Fragen drehte sich die Diskussion in Radebeul, beim inzwischen neunten von insgesamt 13 Pflegedialogen. Die Pflegedialoge sind eine Veranstaltungsreihe, bei der Gesundheitsministerin Barbara Klepsch und Staatssekretärin Regina Kraushaar landesweit mit Pflegefachkräften, Trägerorganisationen, Krankenkassen und anderen Expertinnen und Experten über die Pflege in Sachsen diskutieren.

„Wir kommen ganz bewusst in die Region, zu den vielen engagierten Akteuren der Pflege vor Ort. Wir wollen zuhören, mit den Menschen diskutieren, Raum für Gespräch geben – denn wir wollen wissen, wen und was es vor Ort konkret braucht, damit wir in Sachsen für alle Menschen ein gutes Leben im Alter, bei Hilfebedürftigkeit und Pflege ermöglichen können“, sagte Gesundheitsministerin Barbara Klepsch.

Sachsen ist das Bundesland mit dem dritthöchsten Altersdurchschnitt. Laut Prognose erhöht sich das Durchschnittsalter um etwa ein Jahr von derzeit 46,7 Jahre auf 47,6 Jahre im Jahr 2030. Das Durchschnittsalter im Landkreis Meißen beträgt schon jetzt 48,1 Jahre. Die Prognose für 2030 liegt hier bei 49 Jahren. Mit 10.909 Pflegebedürftigen im Jahr 2015 stellte die Gruppe 4,4 Prozent der Gesamtbevölkerung. Das liegt knapp über dem sachsenweiten Wert von 4,1 Prozent. Für Sachsen und im Speziellen für den Landkreis Meißen ergeben sich somit neue Anforderungen an die Pflege sowie ein erheblicher Bedarf an Pflegepersonal.

„Wir müssen bereits heute gemeinsam gute Ansätze diskutieren und regionale Lösungen finden, damit die Unterstützung und Pflege für die Bürgerinnen und Bürger auch in Zukunft in hoher Qualität geleistet werden kann. In den Dialogen werden wir erste gute Ansätze diskutieren und neue Handlungsspielräume ausloten – immer gemeinsam mit der Region.
Denn hier weiß man um die Herausforderungen und hier gibt es bereits viele gute Maßnahmen. Ich bin den Akteuren vor Ort, aber auch den Angehörigen von hilfe- und pflegebedürftigen Menschen dankbar für ihren Einsatz am Nächsten“, so Klepsch weiter.

Die Ministerin lobte die bereits existierenden Pflege-Strukturen in Sachsen. Der Weg der „vernetzten Pflegeberatung“, den der Freistaat seit der Verabschiedung des Pflege-Weiterentwicklungsgesetzes von 2008 geht, hat bereits einen großen Schritt in eine zukunftsfähige Pflege geschafft. So werden beispielsweise vom Freistaat Pflegekoordinatorinnen und Pflegekoordinatoren in den Landkreisen und kreisfreien Städten gefördert, die bereits alle relevanten Akteure in der Pflege zusammenbringen. „An diese guten Netzwerke wollen wir mit den Dialogen anknüpfen und genau schauen, wo wir von Beispielen aus der Praxis lernen können und wo neue Kooperationen sinnvoll sind“, so die Ministerin.

Auf den Pflegedialogen suchen Gesundheitsministerin Klepsch und Staatssekretärin Kraushaar zur Zeit in allen 13 Landkreisen und kreisfreien Städten Sachsens mit Betroffenen und lokalen Experten das Gespräch und entwickeln Ideen für die Zukunft der Pflege. Der nächste Pflegedialog findet am 7. März in der kreisfreien Stadt Chemnitz statt.

Über die Pflegedialoge Sachsen:

Gutes Leben im Alter – das bedeutet für viele Menschen auch gute Pflege und Unterstützungsmöglichkeiten bei Hilfe- und Pflegebedürftigkeit. In Sachsen werden in Zukunft immer mehr Menschen Pflegedienstleistungen in Anspruch nehmen. Das hat zum Beispiel mit dem demografischen Wandel zu tun. Welche Herausforderungen zeigen sich in der Pflege in Sachsen heute und morgen? Welche Chancen bieten mehr Vernetzung und Austausch? Welche gesundheitliche Infrastruktur und welche Angebote benötigen wir? Welche Technologien können pflegebedürftigen Menschen ein selbstbestimmtes Leben ermöglichen? Und wo helfen nur professionelles Personal und die Zuwendung durch einen Menschen? Auf den Pflegedialogen ist Raum für Fragen wie diese.

Mit den Pflegedialogen Sachsen sucht das Sächsische Staatsministerium für Soziales und Verbraucherschutz das Gespräch mit den Menschen vor Ort und möchte herausfinden: was macht heute schon gute Pflege im Freistaat aus – und wie lässt sie sich weiter verbessern?

Weitere Informationen unter: www.pflegedialoge.sachsen.de


Kontakt

Sächsisches Staatsministerium für Soziales und Verbraucherschutz

Pressesprecher Jörg Förster

Telefon: +49 351 564 55050

Telefax: +49 351 564 55060

E-Mail: presse@sms.sachsen.de

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