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Dürrehilfen: Die meisten Anträge aus Nord- und Ostsachsen

20.12.2018, 13:37 Uhr — Erstveröffentlichung (aktuell)

323 Betriebe beantragen insgesamt 33,2 Millionen Euro Hilfen

Dürregeschädigte Landwirte konnten bis zum Montag vergangener Woche (10. Dezember 2018) ihre Anträge auf finanzielle Hilfen stellen. 323 Anträge auf Beihilfen sind eingegangen. Bei Gesamtschäden von rund 72,3 Millionen Euro der antragstellenden Betriebe wurden Beihilfen in Höhe von rund 33,2 Millionen Euro beantragt. Der mit Abstand größte prozentuale Anteil an den Gesamtschäden (22,25 Millionen Euro) und auch beantragten Beihilfen (10 Millionen Euro) ist mit etwa 30 Prozent im Landkreis Nordsachsen zu verzeichnen. Auf die Landkreise Leipzig und Görlitz entfielen jeweils rund 16 Prozent der Gesamtschäden und beantragten Beihilfen in Sachsen.

Bereits 91 Anträge sind abschließend im zuständigen Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie bearbeitet worden. Davon sind 85 mit einer Beihilfehöhe von rund 8,6 Millionen Euro bewilligt und ausgezahlt beziehungsweise zur Zahlung angewiesen. Fünf Anträge mussten aufgrund fehlender Beihilfevoraussetzungen abgelehnt werden.

Hilfen konnten entsprechend der Verwaltungsvereinbarung zwischen dem Bund und den Ländern landwirtschaftliche Betriebe erhalten, bei denen die Jahreserzeugung aus der Bodenproduktion mindestens 30 Prozent unter dem Durchschnitt der vergangenen drei Jahre liegt und die in ihrer Existenz gefährdet sind. Für die Bewertung, ob eine Existenzgefährdung vorliegt, werden die Liquidität des Unternehmens sowie die Einkünfte und außerlandwirtschaftliches Vermögen der Betriebsinhaber oder Gesellschafter herangezogen. In Sachsen wurde von einem Gesamtbedarf von 44 Millionen Euro ausgegangen, 22 Millionen Euro davon wird der Bund bereitstellen.

Die Zahlen im Überblick nach Landkreisen
(Antragszahl / beantragte Schadenssumme / beantragte Beihilfe):

Bautzen (42 Anträge / 7.362.877,15 Euro / 3.512.212,96 Euro

Erzgebirgskreis (11 Anträge / 1.208.594,81 Euro / 601.497,42 Euro)

Görlitz (53 Anträge / 12.049.915,07 Euro / 5.776.766,25 Euro)

Leipzig (38 Anträge / 11.411.005,67 Euro / 5.489.591,11 Euro)

Meißen (29 Anträge / 6.177.539,98 Euro / 2.802.653,61 Euro)

Mittelsachsen (24 Anträge / 7.176.122,23 Euro / 2.792.897,20 Euro)

Nordsachsen (69 Anträge / 22.249.728,18 Euro / 9.908.161,95 Euro)

Sächsische Schweiz-Osterzgebirge (32 Anträge / 2.694.350,83 Euro / 1.353.620,73 Euro)

Vogtlandkreis (11 Anträge / 1.024.577,19 Euro / 507.149,85 Euro)

Zwickau (9 Anträge / 789.966,34 Euro / 394.983,16 Euro)

Städte Chemnitz, Dresden und Leipzig insg. (5 Anträge / 252.099,62 Euro / 125849,81 Euro)

Summe (323 Anträge / 72.396.777,07 Euro / 33.265.384,04 Euro)


Kontakt

Sächsisches Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft

Pressesprecher Robert Schimke

Telefon: +49 351 564 20040

Telefax: +49 351 564 20065

E-Mail: robert.schimke@smul.sachsen.de

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