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Sozialministerium fördert Gesundheitsterminals mit rund 2,9 Millionen Euro

14.12.2018, 13:22 Uhr — Erstveröffentlichung (aktuell)

Presseeinladung zur Fördermittelübergabe und Übergabe des ersten Terminals mit Gesundheitsministerin Barbara Klepsch

Gesundheitsministerin Barbara Klepsch überreicht am kommenden Donnerstag (20. Dezember 2018) einen Fördermittelbescheid in Höhe von rund 2,9 Millionen Euro für die flächendeckende Einführung von Gesundheitsterminals in Sachsen. Gleichzeitig wird das erste Gesundheitsterminal in der Apotheke im Ärztehaus Mickten in Dresden in Betrieb genommen.

Die Fördermittel stammen aus dem Landesprogramm eHealthSax 2017/18 zur Digitalisierung im Gesundheitswesen. Das Projekt wird von der Deutschen Gesellschaft für Infrastruktur und Versorgungsmanagement GmbH (DeGIV GmbH) durchgeführt.

Insgesamt werden zunächst 225 Geräte, vorrangig in Apotheken, aufgestellt.

Ab dem 7. Januar 2019 können sich Apotheken, Medizinische Versorgungszentren sowie Krankenhäuser um ein Terminal über die Internetseite sachsen.gesundheitsterminal.de bewerben. Mit den Gesundheitsterminals erhalten die Versicherten neue Möglichkeiten der digitalen Interaktion, z.B. mit Krankenkassen.

„Die Gesundheitsterminals sind ein echter Mehrwert für die Versicherten. So können beispielsweise die Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung, Terminanfragen oder Anträge direkt an die Krankenkassen geschickt werden. Damit ist eine schnellere und direkte Kommunikation möglich“, sagte Gesundheitsministerin Barbara Klepsch.

Den teilnehmenden Apotheken entstehen dadurch keine Gebühren. Das Gesundheits-terminal besteht aus einem Touchscreen, einem Lesegerät für die elektronische Gesundheitskarte (eGK), einem Unterschriftenfeld, einem Drucker für Belege und Kameras, mit der Dokumente gescannt und Fotos für die eGK erstellt werden können.

Die Versicherten authentifizieren sich durch die ihre elektronische Gesundheitskarte. Beteiligte des Projektes sind die DAK-Gesundheit und die IKK classic. Unterschiedliche Serviceangebote stehen allen Menschen in Sachsen zur Verfügung. Die Versicherten der DAK-Gesundheit und der IKK classic können dabei zusätzliche Funktionen nutzen. Weitere Krankenkassen sollen folgen.

„Wir wollen die Potenziale von eHealth und Telemedizin stärker nutzen. Sie helfen uns, die medizinische Versorgung in den kommenden Jahren auf hohem Niveau flächendeckend sicherzustellen. Die Digitalisierung trägt dazu bei, den Alltag vieler Patienten zu erleichtern und Abläufe im Gesundheitssystem zu verbessern“, betont Gesundheitsministerin Barbara Klepsch weiter.

„Digitalisierung kann nur erfolgreich sein, wenn sie allen Menschen zugänglich ist. Technikanschaffung, Technikwissen und komplizierte Bedienung sind Hürden. Deshalb gibt es das Gesundheitsterminal“, versichert Dieter Rittinger, Geschäftsführer der Betreibergesellschaft DeGIV GmbH.

Christine Enenkel, Leiterin der Landesvertretung der DAK-Gesundheit in Sachsen: „Die Terminals bieten einen echten Nutzen für die Bevölkerung in Sachsen und bringen die Digitalisierung des Gesundheitswesens weiter voran. Gemeinsam mit der IKK classic haben wir die Möglichkeit, jede dritte Apotheke des Freistaats mit einem Terminal aus-zustatten und unseren Kunden so einen digitalen Mehrwert zu bieten und unseren Service weiter zu verbessern.“

„Mit den neuen Gesundheitsterminals können unsere Versicherten in Zukunft auf unkompliziertem Weg mit ihrer Krankenkasse in Verbindung treten. Das ist gerade für Menschen in strukturschwachen Regionen eine erhebliche Erleichterung und zeigt geradezu exemplarisch den handfesten Nutzen, den die Digitalisierung des Gesundheitswesens ermöglicht“, sagt Sven Hutt, Landesgeschäftsführer der IKK classic in Sachsen.

Pressevertreter sind herzlich eingeladen zur

Fördermittelübergabe und Übergabe des ersten Gesundheitsterminals mit Gesundheitsministerin Barbara Klepsch.

  • Termin: Donnerstag, 20. Dezember 2018
  • Zeit: 9:30 Uhr
  • Ort: Apotheke im Ärztehaus Mickten, Wurzener Straße 5, 01127 Dresden.

Auf Ihr Kommen freuen wir uns!

Hintergrund:

Die Sächsische Staatsregierung fördert die Digitalisierung im Gesundheitswesen mit insgesamt 10 Millionen Euro im laufenden Doppelhaushalt. Dazu wurde die Richtlinie eHealthSax 2017/18 verabschiedet, die auch Teil der Strategie »Sachsen Digital« ist. Gegenstand der Förderung sind Maßnahmen und Projekte, die geeignet sind, den Grad der Digitalisierung im Gesundheitswesen im Freistaat Sachsen zu erhöhen und die me-dizinische Versorgung zu verbessern.

Aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) stellt der Freistaat dar-über hinaus im Zeitraum 2014 bis 2020 Mittel in Höhe von rund 28 Millionen Euro für Forschungs- und Entwicklungsmaßnahmen zur Verfügung, mit denen Innovationen in der sächsischen Gesundheits- und Pflegewirtschaft gefördert werden.


Kontakt

Sächsisches Staatsministerium für Soziales und Verbraucherschutz

Pressesprecher Jörg Förster

Telefon: +49 351 564 55050

Telefax: +49 351 564 55060

E-Mail: presse@sms.sachsen.de

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