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23.10.2018, 16:00 Uhr

Kunstministerin übergibt Sächsischen Literaturpreis an Róža Domašcyna

„Moderne sorbisch-deutsche Literatur ist Gewinn für das Kulturland Sachsen“

Sachsens Kunstministerin Dr. Eva-Maria Stange hat heute in Hoyerswerda den mit 10.000 Euro dotierten Literaturpreis des Sächsischen Staatsministeriums für Wissenschaft und Kunst an die auf Deutsch und Sorbisch schreibende Autorin und Nachdichterin Róža Domašcyna verliehen: „Ich gratuliere Róža Domašcyna herzlich zu dieser Auszeichnung und freue mich besonders, dass der Preis in diesem Jahr an eine deutsch-sorbische Autorin geht. Sie wird für ihr umfangreiches und vielseitiges Werk geehrt, das dank ihrer Mehrsprachigkeit eine besondere eigene Prägung hat. Darüber hinaus befindet sie sich in der Rolle einer Vermittlerin, Erklärerin, Übersetzerin und baut mit ihrer Kunst Brücken zwischen sorbischer und deutscher Kunst und Kultur. Dieser Rolle kann Róža Domašcyna als Mitglied der Sächsischen Akademie der Künste in besonderem Maße erfüllen. Die moderne sorbisch-deutsche Literatur ist ein Gewinn für das Kulturland Sachsen. Ich wünsche dieser großartigen Autorin eine neugierige und große Leserschaft.“
Der Jury gehörten der Verleger Andreas Heidtmann, die Schriftstellerin Undine Materni sowie die Journalisten und Literaturkritiker Karin Großmann, Katrin Wenzel und Dr. Tomas Gärtner an. Jurymitglied Karin Großmann begründet: „Das erste Buch von Róža Domašcyna, das 1991 in deutscher Sprache erschien, hieß ,Zaungucker‘, und dieser Titel wurde Programm für die Schriftstellerin. Sie lebt und schreibt auf beiden Seiten des Zauns. Mit schöner Selbstverständlichkeit wechselt sie zwischen dem Sorbischen und dem Deutschen, zwischen Lyrik und Prosa, Ironie und Andacht, Ernst und Spiel. In ihrem Doppelland zeigt sie fantastische Sprachkunststücke. Ihre Texte bestechen durch originelle Bilder, poetische Klänge und einen vertrackten Hintersinn. Den Stoff holt Róža Domašcyna oft aus ihrer Umgebung. Kritisch beobachtet sie die Umbrüche in den Dörfern der Lausitz – im Kleinen entdeckt sie eine ganze Welt.“
Róža Domašcyna wurde 1951 in Zerna bei Kamenz (Oberlausitz) geboren und lebt heute in Bautzen. Sie studierte zunächst Ingenieur¬ökonomie des Bergb¬aus an der Inge¬nieur¬schule für Berg¬bau und Ener¬getik in Laubusch (Senften¬berg). Von 1985 bis 1989 schloss sie ein Studium am Lite¬ratur¬institut in Leip¬zig an und ließ sich schließlich als freis¬chaffende Autorin in Bautzen nieder. Róža Domašcyna hat zahlreiche Lyrikbände veröffentlicht, darunter auch Künst¬ler¬bücher. Zudem hat sie Nach¬dichtungen verfasst, Theater¬stücke herausgegeben, Hör¬spiele und Features veröffentlicht. Sie ist Mitglied des PEN-Zentrums Deutschland und der Sächsischen Akademie der Künste.
Der Literaturpreis wird in diesem Jahr zum siebten Mal verliehen (seit dem Jahr 2012 „Literaturpreis“, vorher „Literaturförderpreis“). Preisträger waren im Jahr 2016 Franziska Gerstenberg, 2014 Jan Kuhlbrodt, 2012 Andreas Altmann, 2010 Jens Wonneberger, im Jahr 2008 Undine Materni und 2006 Thomas Böhme.

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