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05.10.2018, 13:00 Uhr

Kunst- und Wissenschaftsministerin reist nach Israel und in die palästinensischen Autonomiegebiete

Dr. Eva-Maria Stange: „Wissenschaft und Kunst sind mögliche Brückenbauer in Konfliktsituationen“

Begleitet von Vertretern sächsischer Universitäten, Forschungs- und Kultureinrichtungen reist Kunstministerin Dr. Eva-Maria Stange in der kommenden Woche nach Israel und in die palästinensischen Autonomiegebiete. Dr. Eva-Maria Stange: „Wir wollen bei Gesprächen vor Ort weitere Möglichkeiten der Zusammenarbeit zwischen sächsischen und israelischen Partnern erschließen und die Kooperation in geeigneten Bereichen ausbauen und vertiefen. Auch in den palästinensischen Autonomiegebieten sind sächsische Wissenschaftler bereits engagiert. Es ist uns wichtig, hier ebenfalls Kooperationen auf qualitativ hohem Niveau weiter zu entwickeln. Wissenschaft und Forschung, Kunst und Kultur können auch in Konfliktsituationen Brücken bauen. Der besonderen historischen Verantwortung Deutschlands und Sachsens sind wir uns bewusst."

Am ersten Tag der Ministerinnenreise steht neben Gesprächen mit der Deutschen Botschafterin, dem Goethe-Institut und dem Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) in Tel Aviv der Besuch des renommierten Weizmann-Instituts für Wissenschaften in Rehovot im Mittelpunkt. Das Weizmann-Institut ist im Bereich der Grundlagenforschung Kooperationspartner für sächsische Max-Planck- und Helmholtz-Institute und auch sächsische Universitäten. Ein Beispiel ist „WHELMI“, ein seit April 2017 gemeinsam mit dem Helmholtz-Zentrum Dresden Rossendorf finanziertes und betriebenes Labor zur Erforschung von laserbeschleunigten Teilchen und deren „targets“.

Am zweiten Besuchstag besichtigen die Ministerin und ihre Delegation die Hebräische Universität Jerusalem und führen Gesprächen mit der Universitätsleitung und Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern verschiedener Fachrichtungen. Damit wird der Besuch der Jerusalemer Hochschulleitung vom September 2017 in Dresden und Leipzig erwidert. Wissenschaftsministerin Dr. Eva-Maria Stange: „Der Austausch und die wissenschaftliche Kooperation können sowohl mit der Universität Leipzig und dem Simon-Dubnow-Institut als auch mit der Technischen Universität Dresden besonders im Bereich der Medizin weiterentwickelt werden."

Zum Programm gehört auch der Besuch der Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem mit Kranzniederlegung. Dr. Eva-Maria Stange: „Die Erinnerung an den Antisemitismus, die unbeschreiblichen Verbrechen der Nationalsozialisten und die Millionen an Opfern dieser Schreckensherrschaft, vor denen wir uns in Yad Vashem verneigen, gilt es zu bewahren. Unsere Realität im Jahr 2018 erfordert es, dass der Unmenschlichkeit und ihren Anfängen vehement und unermüdlich entgegenzutreten ist.“

Außerdem besucht die Ministerin am 9. Oktober das Schocken-Institut und seine Bibliothek in Jerusalem: "Hier sind die besonderen Beziehungen zwischen Sachsen und Israel besonders greifbar. Erinnert sei an das frühere Kaufhaus Schocken, in dem heute das Staatliche Museum für Archäologie in Chemnitz (smac) untergebracht ist. Dessen einstiger Besitzer und Literaturmäzen Salman Schocken machte sich nach seiner erzwungenen Emigration nach Jerusalem 1934 unter anderen um die Hebräische Universität und die jüdische Literatur verdient.“

In den palästinensischen Autonomiegebieten wird die Wissenschaftsministerin am 10. Oktober die Universität in Bir Zeit besuchen. Dort wird von Germanisten des Leipziger Herder-Instituts unter Leitung von Prof. Fandrych und vom DAAD finanziert der erste und bisher einzige Deutsch-als-Fremdsprache-Studiengang in den Autonomiegebieten aufgebaut.

Zur Reisedelegation der Ministerin gehören die Rektorin der Universität Leipzig, Prof. Dr. Beate Schücking, die Direktoren des Helmholtz-Zentrum Dresden Rossendorf, Prof. Dr. Dr. h. c. Roland Sauerbrey, des Leibniz-Institut für jüdische Geschichte und Kultur – Simon Dubnow - Leipzig, Prof. Dr. Yfaat Weiss, und des Staatlichen Museums für Archäologie Chemnitz, Dr. Sabine Wolfram, sowie der Prodekan der Medizinischen Fakultät der Technischen Universität Dresden, Prof. Dr. Stefan Bornstein.

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