Nachwuchsärzte trainieren den guten Umgang mit Patienten
28.05.2018, 14:05 Uhr — Erstveröffentlichung (aktuell)
Ministerin Klepsch informiert sich im Medizinischen Interprofessionelle Trainingszentrum des Dresdner Universitätsklinikums
Gesundheitsministerin Barbara Klepsch besuchte heute (28. Mai 2018) das Medizinische Interprofessionelle Trainingszentrum (MITZ) an der medizinischen Fakultät Carl Gustav Carus in Dresden. Vor Ort nahm sie an einem regulären Training von Studierenden der Humanmedizin des
6. Semesters teil.
Bei dem Training sollen insbesondere die kommunikativen Fertigkeiten in der entsprechenden Behandlungssituation geübt werden. Dafür sind Schauspieler als Patienten im Einsatz. Durch sie wird das Training in einer real wirkenden Arzt-Patienten-Situation möglich.
„Wenn das persönliche Gespräch mit dem Patienten gelingt, wenn es dem Patienten Mut macht, Zuversicht gibt und auch für Klarheit sorgt, ist sehr viel gewonnen. Denn dann sind die Patienten nicht nur gut über ihre Erkrankung aufgeklärt, sondern sie sind motiviert, aktiv mitzuwirken. Das wiederum ist eine wesentliche Voraussetzung für den Erfolg einer Behandlung. Es ist daher wichtig, dass bereits im Studium entsprechende Kenntnisse und Fähigkeiten vermittelt werden“, betonte Gesundheitsministerin Barbara Klepsch.
„Besonders interessant waren für mich auch die persönlichen Eindrücke der angehenden Mediziner, wie sie die Trainingssituation erlebten und was sie für Ihre künftige Tätigkeit daraus mitnehmen“, so die Ministerin.
„Die Arbeit in interprofessionellen Teams hat sich in den vergangenen Jahren mit großem Erfolg in der Krankenversorgung etabliert“, so
Prof. Dr. Michael Albrecht, Medizinischer Vorstand des Universitätsklinikums. „Dieser Ansatz kommt unseren Patienten unmittelbar zugute, denn oftmals ist es so, dass auch der Arzt vom Know-how der Krankenpflege profitiert und umgekehrt – auch deshalb ist das gemeinsame Arbeiten auf Augenhöhe ein Lehrinhalt, der zukünftige Generationen in der Krankenversorgung maßgeblich prägen soll.“
Hintergrund:
Das MITZ ist ein Ausbildungszentrum für manuelle und kommunikative Basiskompetenzen und lehrt den Studierenden der Human- und Zahnmedizin der TU Dresden medizinisch-praktische Fertigkeiten sowie kommunikative Kompetenzen. Im Jahr 2008 wurde das MITZ gegründet und startete zunächst als Pilotprojekt. Inzwischen bietet die Einrichtung ein im nationalen Vergleich sehr umfangreiches und vielfältiges Lernprogramm an.
Die Studierenden besuchen das Ausbildungszentrum ab dem zweiten Fachsemester und lernen stufenweise komplexer werdende medizinisch-praktische Fertigkeiten sowie kommunikative Kompetenzen im Umgang mit Patienten und Angehörigen. Die Schulung der kommunikativen und sozialen Kompetenzen erfolgt am standardisierten Patienten, der eine Patientenrolle mit Biografie und Krankheitsgeschichte übernimmt. Die Studierenden können so bereits im Studium insbesondere auch schwierige Gesprächssituationen üben.