Hauptinhalt

„Chancen und Perspektiven der Digitalisierung in der Hochschulbildung“ - Wissenschaftsministerin Dr. Eva-Maria Stange diskutiert mit Vertretern aus Hochschule und Politik

23.05.2018, 14:34 Uhr — Erstveröffentlichung (aktuell)

Wie können digitale Medien zur Verbesserung der Qualität in der Lehre beitragen oder wie wird überhaupt das Lehren und Lernen in der Hochschule von morgen aussehen und organisiert sein – individueller, unabhängig von Orts- und Zeitpräsenz? Welche Strukturen bilden Hochschulen, um die Chancen der Digitalisierung zu nutzen und die Risiken zu begrenzen? Welche Auswirkungen ergeben sich für Infrastrukturbedarfe, Arbeitsprozesse, rechtliche Rahmenbedingungen, aber auch Kontrollmechanismen oder Leistungsdimensionen in Lehre, Forschung und Administration?

Welche Chancen und Perspektiven, aber auch welche Probleme und Hemmnisse es beim Thema Digitalisierung in der Hochschulbildung gibt, diskutiert heute Wissenschaftsministerin Dr. Eva-Maria Stange mit Experten und etwa 70 Vertreterinnen und Vertretern aus Hochschule und Politik bei einer Fachtagung im Sächsischen Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst. Im Rahmen der Veranstaltung werden auch die Ergebnisse der Arbeitsgruppe zur „Strategie zur Digitalisierung in der Hochschulbildung“ vorgestellt und diskutiert.

Dr. Eva-Maria Stange: „Die Digitalisierung in der Hochschulbildung ist eine neue Kernaufgabe der sächsischen Hochschulentwicklung, denn der Einsatz digitaler Technologien erleichtert individualisiertes und kooperatives Lernen, unterstützt inklusive Bildungsansätze und erhöht damit die Qualität und Chancengerechtigkeit unseres Bildungssystems. Wenn wir die Digitalisierung an unseren Hochschulen erfolgreich voranbringen wollen, müssen wir auf diesem Weg viele mitnehmen – von den Lehrenden bis zu den Studierenden.“ Die Ministerin verwies auf den engen Austausch mit allen Beteiligten, so werde z.B. die Weiterentwicklung von E-Learning-Konzepten seit Jahren durch den Arbeitskreis E-Learning der Landesrektorenkonferenz Sachsen aktiv verfolgt.

Die Hochschulen Sachsens sind im Zusammenwirken mit dem Sächsischen Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst bereits seit mehr als 15 Jahren im Bereich des Einsatzes digitaler Medien in der Lehre aktiv. Besondere Stärke im Freistaat Sachsen ist die zentral koordinierte Unterstützung im Verbund mit einer guten Kooperation aller interessierten Hochschulen. In den Jahren seit 2001, als sich sächsische Hochschulen zum Bildungsportal Sachsen zusammenschlossen, wurden mehr als 200 Projekte zur Modernisierung der Lehre an sächsischen Hochschulen finanziell unterstützt.

„Nun gilt es, aus den neusten Forschungsergebnissen, Modellprojekten und best-practice-Ansätzen eine noch stärkere Breitenwirkung zu erzielen. Unser Ziel ist es, digitale Bildung als das Fundament für technologische Innovationen und gesellschaftliche Teilhabe zu etablieren und langfristig zu garantieren. Es geht darum, das Lernen zu intensivieren, damit Lernergebnisse zu verbessern und Kompetenzen zu erweitern, letztlich um einen weiteren Wandel der Lehre von der Wissensvermittlung hin zu einer Kompetenzentwicklung“, betonte Dr. Stange. „Entscheidend für den Einsatz digitaler Instrumente sollte daher auch künftig die Frage sein, inwieweit sie eine bessere Lösung didaktischer oder organisatorischer Herausforderungen ermöglichen als dies mit klassischen Lehrveranstaltungsformaten möglich ist.“

Wie im Strategiepapier zur Digitalisierung in der Hochschulbildung festgestellt wird, unterstützen Angebote des Hochschuldidaktischen Zentrums Sachsen an die Lehrenden den Prozess der Digitalisierung und dienen insbesondere der nachhaltigen Verbreitung durch die Kompetenzentwicklung bei den Lehrenden. Gute Akzeptanz finden die an den Hochschulen im Freistaat eingesetzten Lernplattformen, die auf stetig steigende Nutzerzahlen verweisen können. Zusätzlich existieren an den Hochschulen selbst zahlreiche Aktivitäten neben den im Rahmen des AK E-Learning der Landesrektorenkonferenz initiierten Projekten. Dies reicht von technischen und didaktischen Schulungen und Beratungen der Lehrenden über die Koordinierungsstellen E-Learning mit eigenem Personal bis hin zur Einrichtung von Kompetenzzentren zum E-Learning und der Etablierung von eigenen Digitalisierungsstrategien.

Die Veranstaltung dient der Weiterentwicklung der Digitalisierungsstrategie des Freistaates Sachsen, „Sachsen Digital“.


Kontakt

Sächsisches Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst

Pressesprecher Andreas Friedrich

Telefon: +49 351 564 60200

Telefax: +49 351 564 60299

E-Mail: andreas.friedrich@smwk.sachsen.de

zurück zum Seitenanfang