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15.05.2018, 14:50 Uhr

Einsatz des Landeskriminalamtes Sachsen in mehreren Bundesländern wegen des Verdachts von Verbrechen des banden- und gewerbsmäßigen Betruges i. S. d. § 263 (5) StGB im Zusammenhang mit Pokerspielen

Durchführung umfangreicher Exekutivmaßnahmen im Freistaat Sachsen sowie den Bundesländern Baden-Württemberg, Berlin, Brandenburg, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern und Rheinland-Pfalz

Im Rahmen eines Ermittlungsverfahrens der Staatsanwaltschaft Dresden durchsuchen Einsatzkräfte des Landeskriminalamtes Sachsen
seit den frühen Morgenstunden des 15. Mai Wohnungen, Nebengelasse und Gewerbeobjekte.

Ziel der Einsatzmaßnahme ist die Vollstreckung sechs bestehender Haftbefehle und die Realisierung von 23 Durchsuchungsbeschlüssen sowie neun Arrestbeschlüssen.

Bereits seit Oktober 2017 bearbeitet die Regionalstelle Görlitz des Landeskriminalamtes im Auftrag der OK-Staatsanwaltschaft in Dresden ein Ermittlungsverfahren wegen Verbrechen des banden- und gewerbsmäßigen Betruges gegen eine Tätergruppe von derzeit fünfzehn bekannten Beschuldigten. Bei mehreren Tatverdächtigen handelt es sich um Mitglieder des Hells Angels MC Berlin Central. Seit mindestens April 2014 organisieren die Tatverdächtigen regelmäßig Pokerrunden und nehmen in vorher detailliert abgestimmter Aufgabenverteilung sowie mit wechselnder Beteiligung persönlich daran teil. Zu diesen Pokerrunden werden dann vorrangig liquide, teils auch prominente oder besonders in der Öffentlichkeit stehende Personen, speziell angeworben. Bei den Spielen wird dann mit eigens dafür angeschafftem speziellen technischen und entsprechend manipuliertem Equipment, bewusst und gewollt betrogen und damit ein finanzieller Schaden bei den Betroffenen herbeigeführt.

Der Gewinn der Gruppierung bewegte sich pro Spieltag im 4- bis 5-stelligen Euro-Bereich und wurde unter vorher festgelegten Konditionen untereinander aufgeteilt. Seit 2014 wurde nach gegenwärtigen Erkenntnissen ein Gesamtgewinn von mindestens 660.000 Euro erzielt, wobei noch bei weitem nicht alle Tathandlungen ausermittelt werden konnten. Die bis dato bekannten Pokerrunden fanden in Dresden, Hamburg, Rostock, Zwickau, Leipzig und auf Mallorca statt.

Im ersten Zwischenergebnis des Einsatzes wurden in 23 Durchsuchungsobjekten zahlreiche Beweismittel sichergestellt, so z.B. auch manipuliertes Equipment sowie umfangreiche Unterlagen und diverse Datenträger. Des Weiteren wurde eine Schusswaffe und Betäubungsmittel sichergestellt sowie umfangreiche Vermögenswerte gesichert.

Die sechs bestehenden Haftbefehle wurden vollstreckt. Die vorläufig festgenommenen Tatverdächtigen werden im Laufe des Tages örtlich zuständigen Ermittlungsrichtern vorgeführt, welche über die weitere Freiheitsentziehung entscheiden.

Die Maßnahmen fanden in Dresden, Hamburg, Rostock, Berlin, Cottbus, Markkleeberg, Zwickau, Leimen und Wörth am Rhein statt. Insgesamt waren ca. 300 Beamte eingesetzt.

Die Ermittlungen dauern an.

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Pressesprecher Tom Bernhardt
Telefon +49 351 855 2010
Telefax +49 351 855 2095
 
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