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14.04.2018, 14:30 Uhr

Dr. Eva-Maria Stange: „Wissenschaft darf durch Manipulation ihrer Ergebnisse nicht missbraucht werden“

Wissenschaftsministerin heute beim March for Science in Dresden

Sachsens Wissenschaftsministerin Dr. Eva-Maria Stange wertet es als „positives Signal, dass so viele Wissenschaftler, Studierende, Mitarbeiter der Hochschulen und Mitbürger heute in vielen Städten auf der ganzen Welt beim March for Science ein Zeichen für die freie Wissenschaft und den immer anstrengend bleibenden pluralistischen Diskurs setzen“. Das Vertrauen in die Arbeit der Wissenschaftler sei auch Teil der Verantwortung von Wissenschaft gegenüber der Gesellschaft und immanenter Bestandteil der Freiheit von Forschung und Lehre. Diese Freiheit werde diskreditiert, wenn die Gesellschaft die wissenschaftliche Herangehensweise als solche bezweifele oder gar ablehne, so die Ministerin in ihrer Rede beim heutigen March for Science in Dresden.

„Wissenschaft darf durch Manipulation ihrer Ergebnisse nicht missbraucht werden, um politischem Populismus das Wort zu reden. Weder von der Gesellschaft noch aus der Wissenschaft selbst. Nur mit dem notwendigen Vertrauen kann politischer Diskurs zu einem gesellschaftlich akzeptierten Ergebnis führen. Wer sich durch falsche „Fakten“ am Ende betrogen oder enttäuscht fühlt, wendet sich nicht nur von Demokratie ab, sondern auch von der notwendigen Verlässlichkeit der Wissenschaft. Das zerstört generell das Vertrauen in einen offenen Diskurs“, mahnte die Ministerin.

Wichtig sei deshalb: Dem Missbrauch wissenschaftlicher Erkenntnis in gesellschaftlichen Debatten müsse die Wissenschaft selbst entgegentreten, um ihr Ethos und damit ihre Glaubwürdigkeit zu wahren. Wissenschaft sei nicht der Diener einer bestimmten politischen Richtung, sondern ermögliche erst im Politischen die Berücksichtigung aller Perspektiven, um zu einem guten Ergebnis zu gelangen.

Wichtig sei aber auch: Wissenschaft also solche werde heute von Teilen des politische Diskurses verachtet, ihre Ergebnisse durch Entstellung oder Auslassungen verfälscht, um politische Stimmungen zu verstärken und entsprechend Kapital daraus zu schlagen. „Wissenschaft und Politik müssen unaufgeregt, aber dennoch mit Nachdruck und Stärke dem Missbrauch ihrer Ergebnisse durch glaubwürdigen Widerspruch überall entgegentreten. Auch dies gehört zur Freiheit der Wissenschaft. Sie ist – wie auch die Freiheit der Kunst und Kultur – Grundlage für positive gesellschaftliche Entwicklungen, für unsere Demokratie. Nutzen wir also heute den Tag, um für die Freiheit der Wissenschaft einzustehen, um deutlich zu machen, dass Wissenschaft und Demokratie Streit und Anstrengung bedeuten, um den Missbrauch von Wissenschaft durch populistische Verzerrung oder Verkürzung entgegenzutreten“, erklärte Sachsens Wissenschaftsministerin Dr. Stange.

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