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25.01.2018, 14:51 Uhr

Der Sächsische Industriekulturpreis 2017 geht an die Trumpf Sachsen GmbH

Werkzeugmaschinenbauer wird für historisch und regional sensible bauliche Neuorganisation des Industriegeländes in der Oberlausitz geehrt

Der Werkzeugmaschinenhersteller Trumpf Sachsen GmbH bekommt den mit 10.000 Euro dotierten Sächsischen Industriekulturpreis 2017. Das Unternehmen wird für die sensible, sorgfältige und systematische Neuorganisation des traditionellen Fabrikstandorts zu einem einmaligen industriellen Gesamtensemble geehrt. Bei der Neuordnung des Geländes sei es dem weltweit agierenden Werkzeugmaschinenhersteller und den beauftragten Planern beispielhaft gelungen, denkmalgeschützte Bausubstanz zu erhalten und durch einen durchdachten Einsatz von Formen und Materialien mit neuen Objekten harmonisch zu verbinden. Damit leiste das Unternehmen einen wichtigen Beitrag zur Pflege der Industriekultur in Sachsen, heißt es in der Begründung der Jury. Diese setzt sich aus Mitgliedern des Sächsischen Staatsministeriums für Wissenschaft und Kunst, der Vereinigung der Sächsischen Wirtschaft e.V. (VSW) und der Johann-Andreas-Schubert-Stiftung (JASS) zusammen, die den Preis gemeinsam ausgelobt haben und alle zwei Jahre vergeben. Übergeben wird die Ehrung bei einem Unternehmensbesuch von Staatsministerin Dr. Eva-Maria Stange im April 2018 in Neukirch.

Kunstministerin Dr. Stange gratuliert zu dieser Ehrung: „Es ist beeindruckend, wie es dem Unternehmen und den Planern gelungen ist, die bestehende Industriekultur des Ortes, den ästhetischen Wert des Bestehenden und die regionale Bautraditionen aufzugreifen und ein hochmodernes und multifunktionales Gebäudeengagement zu schaffen. Das setzt Maßstäbe in der Industriearchitektur. So wird Verbundenheit mit der Region erzeugt und die Identität der Oberlausitzer gestärkt. Das Unternehmen leistet damit einen Beitrag, um der Abwanderung entgegenzuwirken. Mit der von Trumpf Sachsen mit vorangetriebenen Reindustrialisierung und dem damit verbundenen Fachkräftebedarf kann es im besten Falle sogar zu neuem Zuzug nach Ostsachsen kommen, denn die Art und Weise des Umbaus respektiert nicht nur die vorherrschende Bautradition, sondern sagt auch viel über den respektvollen Umgang mit den eigenen Beschäftigten und deren Ansprüchen an ein modernes Arbeitsumfeld aus.“

In der Jurybegründung heißt es: „Ausgehend von einer historischen Fabrikanlage aus der Vorkriegszeit, die in der DDR-Zeit weiter genutzt und verändert wurde, sei bei der Vergrößerung und Weiterentwicklung des Standorts die vorherrschende regionale Formensprache aufgenommen und zeitgenössisch überarbeitet worden. So binde sich das neugestaltete Industriegelände harmonisch in die Umgebung mit ihren traditionellen Wohngebäuden ein. Damit werde zum einen eine historische Situation aus der Gründerzeit des Ursprungsunternehmens sichtbar und Geschichte plastisch ablesbar. Zum anderen sei eine zeitgenössische Nutzung ermöglicht worden, ohne die Ziele des Denkmalschutzes zu beeinträchtigen. Durch den Rückbau von profanen Zubauten sei das ursprüngliche Erscheinungsbild penibel wiederhergestellt worden. Denkmalgeschützte Bausubstanz sei erhalten, sorgfältig saniert und für eine heutige Nutzung ertüchtigt worden.“

Mit dem „Sächsischen Industriekulturpreis“ sollen Projekte und Konzepte mit Beispielcharakter ausgezeichnet werden, die nachhaltig zur Entwicklung einer zeitgemäßen sächsischen Industriekultur auf breiter gesellschaftlicher Basis beitragen. Der Preis wird im Abstand von zwei Jahren von der Johann-Andreas-Schubert-Stiftung gestiftet. Gesucht wurden innovative Konzepte zum Erhalt, zur Pflege, zur Weiterentwicklung sowie zur Vermittlung sächsischer Industriekultur, die gleichermaßen das industrielle Erbe im Freistaat Sachsen wie die Entwicklung sächsischer Industriekultur als Ressource für die Zukunft erlebbar machen.

Die Trumpf Sachsen GmbH ist ein Unternehmen der Trumpf Gruppe mit Stammsitz in Ditzingen. Am Standort Neukirch in der Oberlausitz werden hochdynamische linearangetriebene Werkzeugmaschinen für die Laserstrahlbearbeitung sowie Automatisierungseinrichtungen für die Laserschneidmaschinen und die Stanz-/ Kombimaschinen entwickelt und produziert. Bedient wird der Gesamtprozess dabei nicht nur mit Maschinen und Technologien, sondern auch mit Software, Beratung und Service. Als wichtiger Wirtschaftsfaktor in der Region beschäftigt die TRUMPF Sachsen GmbH mehr als 440 Mitarbeiter/-innen. Die Ausbildungsquote liegt durchschnittlich bei 8%. Der Entwicklungsbereich des Unternehmens ist mit über 80 Mitarbeitern sehr leistungsfähig und bringt jährlich innovative Neuerungen für das genannte Produktspektrum zur Serienreife.

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