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12.01.2018, 10:10 Uhr

Ökologischer Waldumbau an der Talsperre Bautzen

Pappeln werden entfernt

Die Landestalsperrenverwaltung des Freistaates Sachsen hat in dieser Woche begonnen, den ökologischen Waldumbau an der Talsperre Bautzen weiter voranzutreiben. Dafür werden am Westufer zwischen Neumalsitz und Petzberg rund 600 Bäume gefällt. Die Arbeiten dauern noch bis Ende Februar.

An der Talsperre Bautzen wurde zwischen 1968 und 1977 am westlichen Ufer ein linienförmiger Pappelwald angepflanzt. Die Monokultur war überaltert und sehr anfällig für Windwurf und Windbruch. Deshalb begann im Jahr 2007 der Waldumbau an den Ufern der Talsperre. Nach einer Erstpflege zwischen 2007 und 2010 ist nun ein weiterer Pflegeeingriff notwendig. Dabei werden die verbliebenen Pappeln und andere Bäume entfernt und der Baumbestand verjüngt.

Ziel des ökologischen Waldumbaus ist es, an den Ufern der Talsperre einen stabilen, artenreichen und standortgerechten Waldbestand aufzubauen. Die Fällungen erfolgen dabei schrittweise, um die Waldstruktur nicht zu zerstören. Auf den entstandenen Lichtungen konnten sich bereits andere Laubbäume wie Feldahorn, Stieleiche, Ulme sowie Wildsträucher und Obstbäume weiter ausbreiten. Einzelne starke Bäume bleiben für Höhlenbrüter und Fledermäuse erhalten. Liegengebliebenes Totholz und aufgeschichtete Benjeshecken bilden Lebensräume für verschiedene Vögel und kleine Säugetiere.

Planung und Umsetzung des Waldumbaus werden von der Naturschutzstation Neschwitz fachlich unterstützt. Die Maßnahme ist bei der zuständigen Naturschutzbehörde angezeigt.

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