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28.11.2017, 15:00 Uhr

Auszeichnung für vorbildliche Waldbesitzer

Freistaat Sachsen würdigt zukunftsweisende Forstbetriebe

Staatsminister Thomas Schmidt hat heute (28. November 2017) in Dresden fünf sächsischen Forstbetrieben einen „Preis für vorbildliche Waldbewirtschaftung“ (Waldpreis) verliehen. Das Sächsische Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft (SMUL) vergibt diese Auszeichnung bereits zum fünften Mal an private und körperschaftliche Waldbesitzer, die ihren Wald vorbildlich im Sinne der ökonomischen, ökologischen und sozialen Nachhaltigkeit bewirtschaften.

„Dieser Preis ist die Anerkennung des vorbildlichen Einsatzes der Preisträger für den sächsischen Wald und damit auch für unsere Gesellschaft. Seit vielen Jahren engagieren sich die Waldbesitzer für den Aufbau naturnaher und artenreicher Mischwälder und legen damit die Grundlage für die dauerhafte Erhaltung des Waldes als Lebens- und Erholungsraum sowie als Holzlieferant und leisten damit einen wichtigen Beitrag für den Klimaschutz“, sagte Minister Schmidt.

Den 1. Preis und ein Preisgeld in Höhe von 4 000 Euro erhält die Forstbetriebsgemeinschaft „Freiberger Land – Erzgebirge“ mit seiner Geschäftsführerin Annett Jung aus Grillenburg bei Tharandt. Die mitgliederstärkste Forstbetriebsgemeinschaft aus Sachsen unterstützt ihre fast 500 Mitglieder beim Bewirtschaften von etwa 6 000 Hektar Waldfläche. Dadurch können strukturelle Nachteile der kleinen Betriebe auf dem Holzmarkt überwunden werden. Durch gemeinschaftlichen Einkauf werden zudem die Kosten reduziert sowie entsprechende Fortbildungen und Schulungen für Mitglieder angeboten.

Der 2. Preis ist mit einem Preisgeld in Höhe von 2 500 Euro dotiert und geht an den Förderverein Landschaftspflegeverband „mittleres Muldegebiet e. V.“ mit seinem Vorsitzenden Gerd Winkler aus Wurzen (Landkreis Leipzig). Gewürdigt wurde eine der größten Erstaufforstungen im Freistaat Sachsen mit rund 100 Hektar auf einem ehemaligen Truppenübungsplatz sowie der ausgeprägte Einsatz für Umweltbildung, Integration und soziale Teilhabe im Rahmen der Bewirtschaftung des „Stadtwaldes Wurzen“.

Den 3. Preis erhält Prof. Dr. Holm Uibrig und sein Forstbetrieb „Unterer Jägerswald“ in Bergen (Vogtlandkreis). Dieser Betrieb zeigt exemplarisch, wie ein privater Forstbetrieb durch Waldumbau auf den schon spürbaren Klimawandel reagieren kann. Zudem engagiert sich dieser Preisträger stark in der Vermittlung von Wissen an Studierende, Waldbesitzer und Waldinteressierte.

Weiterhin geehrt und mit jeweils 500 Euro ausgezeichnet wurden die Stadt Adorf mit Bürgermeister Rico Schmidt (Vogtlandkreis) sowie Wilderich Graf von Schall-Riacour mit seinem Forstbetrieb in Putzkau (Landkreis Bautzen).

Hintergrund:

Im Freistaat Sachsen beträgt die Waldfläche derzeit rund 524 000 Hektar, das sind 28,4 Prozent der Landesfläche. Die häufigsten Waldbäume sind die Fichte mit 34 Prozent und die Kiefer mit 28 Prozent Flächenanteil. Häufige Laubbaumarten in Sachsens Wäldern sind Eiche (neun Prozent) und Buche (vier Prozent). Mehr als 46 Prozent des sächsischen Waldes befinden sich in Privateigentum, rund 39 Prozent gehören dem Freistaat. Daneben gibt es die Eigentumsformen Körperschaftswald (acht Prozent), Bundeswald (fünf Prozent) und Kirchenwald (zwei Prozent). Es gibt in Sachsen 27 forstliche Zusammenschlüsse (Forstbetriebsgemeinschaften) mit rund
2 600 Mitgliedern und einer Waldfläche von circa 46 500 Hektar.

Weitere Informationen unter:
www.wald.sachsen.de
www.sachsenforst.de

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