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20.09.2017, 16:15 Uhr

Wissenschaftsministerin Dr. Eva-Maria Stange: „Prof. Lindenberger wird zur weiteren Profilierung des HAIT beitragen“

Neuer Direktor für das Hannah-Arendt-Institut für Totalitarismusforschung an der TU Dresden berufen

Wissenschaftsministerin Dr. Eva-Maria Stange begrüßt die Berufung von Prof. Dr. Thomas Lindenberger zum neuen Direktor des Hannah-Arendt-Instituts für Totalitarismusforschung e.V. an der Technischen Universität (HAIT). Prof. Lindenberger kommt vom Leibniz-Institut für Zeithistorische Forschung (Potsdam/ZZF), wo er seit 2012 die Abteilung „Kommunismus und Gesellschaft“ leitet. Zugleich ist er außerplanmäßiger Professor für „Neuere Geschichte“ an der Universität Potsdam. Professor Dr. Thomas Lindenberger wird sein Amt zum 1. Oktober antreten. Ein gemeinsames Berufungsverfahren mit der TU Dresden wurde damit erfolgreich abgeschlossen. Nach überregionaler Ausschreibung konnte sich Thomas Lindenberger unter 31 Bewerberinnen und Bewerbern durchsetzen.

„Prof. Dr. Thomas Lindenberger ist ein exzellenter Wissenschaftler mit großer Erfahrung in verschiedenen Institutionen. Ich gehe davon aus, dass er als Direktor des HAIT zu einer weiteren Profilierung des Instituts beitragen wird. Herr Professor Lindenberger steht für neuen thematischen Zugang und neue wissenschaftliche Konzepte in der Totalitarismusforschung. Von den Verbindungen und Erfahrungen, die er aus seiner langjährigen Tätigkeit an einer Leibniz-Einrichtung mitbringt, wird das HAIT profitieren. Wir freuen uns sehr, dass wir nach einem Jahr Vakanz nun die Leitung des HAIT mit einer so qualifizierten und erfahrenen Führungskraft besetzen können“, erklärt Wissenschaftsministerin Dr. Eva-Maria Stange.

Thomas Lindenberger ist Jahrgang 1955. Nach dem Studium der Geschichtswissenschaft und Philosophie promovierte und habilitierte er an der FU Berlin. Von dort ging er 1996 ans Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam. Früh beteiligte er sich an der Begründung von Geschichtswerkstattprojekten, Ausstellungen und Konferenzen, er zählt zu den konzeptionellen Gründungsmitarbeitern des ZZF. Später übernahm er verschiedene Gastdozenturen in Wien, Budapest, Brno sowie Vertretungsprofessuren und Fellowships. Von 2009 bis 2012 leitete er das Ludwig Boltzmann Institut für Europäische Geschichte und Öffentlichkeit in Wien. Er ist Mitglied in den Beiräten verschiedener Zeitschriften, Vereinigungen und Netzwerke.

In seiner Habilitation befasste Prof. Lindenberger sich mit der „Öffentlichen Polizei im Staatssozialismus, Volkspolizei, SED-Staat und Herrschaftspraxis“. Seit mehr als 20 Jahren bilden die Sozial-, Alltags- und Kulturgeschichte der „zweiten deutschen Diktatur“ sowie der Diktaturvergleich seine zentralen Forschungsschwerpunkte, weshalb er für das HAIT und seinen Forschungsauftrag hervorragende Voraussetzungen mitbringt. Das HAIT analysiert in interdisziplinärer Arbeit von Historikerinnen und Historikern sowie Sozialwissenschaftlerinnen und Sozialwissenschaftlern die politischen und gesellschaftlichen Strukturen von NS-Diktatur und SED-Regime sowie ihre Folgen für die Gestaltung der deutschen Einheit.

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