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11.09.2017, 12:30 Uhr

7,4 Millionen Euro für Bergbaumuseum in Oelsnitz

Ulbig: „Wertvoller Diamant unserer Industriekultur“

Innenminister Markus Ulbig hat gemeinsam mit dem Bürgermeister von Oelsnitz/Erzgebirge, Bernd Birkigt, eine städtebauliche Vereinbarung zur Sanierung des Bergbaumuseums unterzeichnet. Bund und Freistaat Sachsen stellen dafür Mittel aus dem Städtebauförderprogramm „Stadtumbau“ in Höhe von insgesamt 7,4 Millionen Euro zur Verfügung.

Innenminister Markus Ulbig: „Das Bergbaumuseum ist eines der größten seiner Art in Deutschland und präsentiert eindrucksvoll die Geschichte der „Schwarzen Diamanten“ in Sachsen. Ich konnte mir bei meinem Besuch im vergangenen Jahr selbst ein Bild von der notwendigen Modernisierung machen. Der Freistaat unterstützt die Arbeiten mit Mitteln aus der Städtebauförderung, um einen wertvollen Diamanten unserer Industriekultur zu bewahren.“

Das Bergbaumuseum ist stark sanierungsbedürftig und entspricht nicht den Anforderungen an ein modernes Museum. Ziel ist es, die historische Bausubstanz zu erhalten. Dafür wird u. a. das Gebäude der wertvollen Hängebank saniert, das dem Hauptteil des historischen Museums entspricht. Außerdem erfolgt die Restauration des Gebäudes, in dem sich die Dampfmaschine befindet sowie des Förderturms. Beide sollen anschließend für Besucher zugänglich sein. Das Bergbaumuseum liegt im Stadtumbaugebiet „Neuoelsnitz-Südost“, sodass eine finanzielle Förderung durch das Bund-Länder-Programm „Stadtumbau“ möglich ist. Oelsnitz wurde im Programmjahr 2012 mit dem Fördergebiet „Neuoelsnitz-Südost“ in das Städtebauförderprogramm aufgenommen und erhielt von 2012 bis 2016 über 3 Millionen Euro Finanzhilfen des Bundes und des Freistaates. Die Stadt bekam zudem für das Fördergebiet „Oelsnitz-Mitte“ Unterstützung aus der Städtebauförderung. Im Zeitraum 2011 bis 2016 erhielt Oelsnitz insgesamt 9,089 Millionen Euro. Mit den Mitteln konnte u. a. das Areal um den Bahnhof aufgewertet werden, das 2015 auch zum Bereich der Landesgartenschau gehörte.

Zum Bergbaumuseum:

Die Ursprünge des Bergbaus in der Oelsnitzer Region gehen auf das Jahr 1844 zurück. Im Lugau Oelsnitzer Revier entdeckte der Zwickauer Bergfaktor Karl Gottlob Wolf in neun Metern Tiefe das erste abbauwürdige Steinkohlenflöz. Von diesem Zeitpunkt an begann ein reger Bergbau, von dem vor allem die Gegend um Chemnitz profitierte. Das Steinkohlevorkommen begünstigte die industrielle Entwicklung der Region. 1971 wurde der letzte Kohlenhunt gefördert, 1986 eröffnete an dem Standort ein Museum. Weitere Informationen zum Bergbaumuseum Oelsnitz gibt es unter: https://www.bergbaumuseum-oelsnitz.de

Bund-Länder-Programm „Stadtumbau“:

Mit dem Förderprogramm „Stadtumbau“ werden Stadtquartiere an die demographische Entwicklung angepasst. Dazu gehören die Sicherung und die Sanierung von städtebaulich wertvollen Gebäuden. Seit diesem Jahr gibt es ein Programm „Stadtumbau“, das sich aus den ehemaligen Bund-Länder-Programmen „Stadtumbau Ost“ und „Stadtumbau West“ zusammensetzt. Mit Beginn des Programms „Stadtumbau Ost“ im Jahr 2002 erhielt Sachsen insgesamt 500 Millionen Euro vom Bund, die der Freistaat in gleicher Höhe kofinanziert hat. Im Programmjahr 2017 stehen 71,712 Millionen Euro Bundes- und Landesfinanzhilfen bereit.
Voraussetzung für die Förderung in diesem Programm ist ein Integriertes Städtebauliches Entwicklungskonzept. Zudem bedarf es eines Fördergebietskonzepts, das Ziele und Maßnahmen im Fördergebiet festlegt.

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