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Förderbescheid für Bergbaumuseum Oelsnitz als speziellem Branchenschauplatz der 4. Sächsischen Landesausstellung Industriekultur 2020 übergeben

25.08.2017, 11:00 Uhr — Erstveröffentlichung (aktuell)

Kunst- und Wissenschaftsministerin Dr. Eva-Maria Stange: „Steinkohlebergbau war identitätsstiftend für Westsachsen und das Erzgebirge“

Kunst- und Wissenschaftsministerin Dr. Eva-Maria Stange hat heute dem Beigeordneten des Erzgebirgskreises, Andreas Stark, und dem Leiter des Bergbaumuseums Oelsnitz, Jan Färber, einen Förderbescheid in Höhe von 500.000 Euro überreicht. Das Geld wird für die Vorbereitung und Durchführung der Teilnahme des Bergbaumuseums mit einer Sonderausstellung zum sächsischen Steinkohlebergbau als speziellem Branchenschauplatz an der 4. Sächsischen Landesausstellung im Jahr 2020 verwendet. Das Bergbaumuseum ist die dritte Station der Ministerin bei ihren Besuchen der Branchenschauplätze, die die Leitausstellung flankieren werden. Die übergreifende Leitaustellung findet im Audi-Bau in Zwickau statt und widmet sich dem Thema „Industrie, Kultur, Mensch“. Träger ist das Deutsche Hygiene-Museum Dresden. Daneben gibt es „Schauplätze“, die die Leitausstellung branchenspezifisch ergänzen und begleiten.

Dr. Eva-Maria Stange: „Insgesamt möchten wir mit dieser Landesausstellung die Bedeutung der Industriekultur nicht nur für die wirtschaftliche, sondern auch für die gesellschaftliche, soziale und kulturelle Entwicklung des Freistaats verdeutlichen. Das Bergbaumuseum Oelsnitz wird der „Schauplatz Kohle“ werden, der den sächsischen Steinkohleabbau und damit Geschichte, Gegenwart und Zukunft der Energiegewinnung darstellen wird. Für die Region Westsachsen und das Erzgebirge war der Steinkohlebergbau identitätsstiftend. Das Bergbaumuseum pflegt die Traditionen dieser Region und dient damit der kulturellen, technischen, sozialen und lokalen Identifikation der Bevölkerung. Deshalb ist es wichtig, dass es bei der Landesausstellung als Branchenschauplatz vertreten ist. Ich bin gespannt, wie es gelingen wird, nicht nur Traditionsstätte des Kohlebergbaus sondern auch lebendiger Ort der Industriekultur und vielleicht Zukunftswerkstatt in punkto Energiegewinnung zu sein.“

Frank Vogel, Landrat des Erzgebirgskreises: „Es freut mich sehr, dass das Bergbaumuseum Oelsnitz Teil der 4. Sächsischen Landesausstellung sein wird. Das Objekt ist ein Ort lebendiger Geschichte im Erzgebirge und hat eine besondere Strahlkraft auch über die Region hinaus. Durch die Förderung wird auch ein Beitrag zur Erhaltung des Bergbaumuseums geleistet. Gleichzeitig saniert der Erzgebirgskreis das Bergbaumuseum bis 2022 für insgesamt 17,25 Mio. Euro und stattet es mit einem neuen Museumskonzept aus.“

Der Leiter des Bergbaumuseums Jan Färber sieht die Förderung auch als Anerkennung für die bisherige Arbeit des Bergbaumuseums Oelsnitz/Erzgebirge. Färber: „Unser zentrales Anliegen war und ist es, die Geschichte des sächsischen Steinkohlenbergbaus als wichtige Facette sächsischer Industrie– und Wirtschaftsgeschichte aufzuarbeiten, zu bewahren und anschaulich zu vermitteln. Dieser Förderbescheid ist ebenso ein richtungsweisendes Signal zur weiteren Stärkung des Museums als bedeutender Ort der Industriekultur in Sachsen. Ein großer Schritt in diese Richtung ist die Erneuerung der Dauerausstellung im Zuge der Sächsischen Landesausstellung 2020, die auch dank dieser finanziellen Unterstützung des SMWK möglich ist.“


Kontakt

Sächsisches Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst

Pressesprecher Falk Lange

Telefon: +49 351 564 60200

E-Mail: falk.lange@smwk.sachsen.de

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