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11.08.2017, 12:12 Uhr

Polder Löbnitz: Fährschleusensiel bei Löbnitz fertig

Entwässerung des Hinterlandes gesichert

Ein weiterer wichtiger Bestandteil des Polders Löbnitz (Lkr. Nordsachsen) wurde heute (Freitag, 11. August 2017) fertiggestellt. Das neue Fährschleusensiel in der Nähe von Löbnitz dient der Entwässerung des Hinterlandes. Der Ersatzneubau des Siels begann im November des vergangenen Jahres. Die Kosten von rund 400.000 Euro wurden mit Mitteln des Bundes und des Freistaates Sachsen finanziert.

Mit dem Siel kann das Wasser aus einem tiefer liegenden Altarm der Mulde in die Vereinigte Mulde abgeleitet werden. Es wird genutzt, um nach einem Einstau des Polders das Hinterland wieder zu entwässern. Außerdem können damit bei starken Niederschlägen erhöhte Wasserstände des Altarms abgegeben werden.

Das Siel besteht aus einem Einlauf- und Auslaufbauwerk sowie einem Bedienschacht. Am Einlaufbauwerk befindet sich ein Grobrechen, der Schwemmgut vom Bauwerk fernhält. Am Auslaufbauwerk auf der Wasserseite wurde eine Rückstauklappe installiert, die bei einem Muldehochwasser das ungewollte Einstauen des Polder Löbnitz verhindert.

Hintergrundinformation
Der Polder Löbnitz ist Teil des Nationalen Hochwasserschutzprogramms der Bundesregierung. Er wird künftig eine Fläche von rund 1.400 Hektar umfassen und hat ein maximales Volumen von 15 Millionen Kubikmetern. Offizieller Spatenstich mit den damaligen Umweltministern von Sachsen und Sachsen-Anhalt war am 29. August 2012.

Beim Augusthochwasser 2002 kam es an der Vereinigten Mulde zu großen Überschwemmungen. Dabei zeigte sich, dass die bisherigen Hochwasserschutzanlagen den Fluss einengten und somit die Auswirkungen des Hochwassers verschärften. Mit dem Polder Löbnitz soll die Vereinigte Mulde nun die nötigen Retentionsflächen bekommen. Die bestehenden Deiche werden auf dem jetzigen Schutzniveau (HQ 25) instandgesetzt und bilden den künftigen Polderdeich. Bei einem größeren Hochwasserereignis wird das Wasser durch befestigte Ein- und Auslaufbauwerke in den Polder eingeleitet. So werden die Deiche nicht überströmt und die Gefahr von Deichbrüchen minimiert.

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