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17.07.2017, 10:37 Uhr

Staatssekretär Brangs startet Digital-Tour in der Lausitz

Neufassung der Strategie „Sachsen Digital“ vorgestellt

Zum Auftakt seiner Digital-Tour hat der Beauftragte der Staatsregierung für Digitales, Staatssekretär Stefan Brangs, heute die aktualisierte Fassung der sächsischen Digitalisierungsstrategie „Sachsen Digital 2017“ vorgestellt.

„Zu Beginn des Jahres 2016 war Sachsen eines der ersten Bundesländer, das sich eine eigene, ressortübergreifende Digitalisierungsstrategie gegeben hat. Damit ist es uns gelungen, die Wahrnehmung des Freistaates als Digitalstandort bei vielen wichtigen Akteuren innerhalb und außerhalb Sachsens zu stärken. Heute stelle ich die Weiterentwicklung dieser Digitalisierungsstrategie vor. Viele der in der Strategie enthaltenen Maßnahmen konnten zwischenzeitlich erfolgreich vorangebracht werden“, so Brangs.

Aus ursprünglich 91 sind mittlerweile 106 konkrete Umsetzungs-Maßnahmen geworden. Von den 15 neuen Maßnahmen stachen in der öffentlichen Wahrnehmung insbesondere zwei aus der Strategie hervor. Zum einen die gerade im Entstehen begriffenen Digital Hub-Standorte Dresden und Leipzig und zum anderen die derzeit laufende Ansiedlung des Institutes für Softwaremethoden zur Produkt-Visualisierung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR). Aber auch weniger bekannte Umsetzungsmaßnahmen leisten einen wichtigen Beitrag zur erfolgreichen Digitalisierung. Beispielsweise das vom SMWA neu gestartete Pilotprojekt für mehr digitale Kompetenz im Mittelstand, die SMK-Konzeption „Medienbildung und Digitalisierung in der Schule“, die Förderung der Digitalisierung im Gesundheitswesen des SMS oder der durch das SMI bzw. den Staatsbetrieb Sächsische Informatik Dienste vorangetriebene Aufbau des neuen Sächsischen Verwaltungsnetzes, SVN 2.0.

Der Breitbandausbau ist als wesentliche Voraussetzung für die Digitalisierung eine der wichtigsten Maßnahmen der Strategie. Staatssekretär Brangs: „Bei der Förderung des Breitbandausbaus brauchen wir einen langen Atem. Auch wenn wir noch nicht die gewünschten Erschließungsquoten aufweisen können, geht es voran. Mit der massiven Unterstützung über die Digitale Offensive Sachsen ist eine nennenswerte Verbesserungen bei der Versorgung mit leistungsfähigem Breitband zu erwarten.

Bisher konnten bis zu 430 Millionen Euro Bundesmittel für den Freistaat gewonnen werden. Mit Spannung schauen wir nun auf die Entscheidung des Bundes zum 4. Förderaufruf, bei dem mit 42 Projektanträgen die bisherige Höchstzahl aus Sachsen zu verzeichnen war. Im Erfolgsfall könnte nochmals über eine Viertelmilliarde Euro Förderung in den Breitbandausbau nach Sachsen fließen.“

Anlässlich der Veröffentlichung von „Sachsen Digital“ 2017 startete Stefan Brangs heute seine Digital-Tour durch Sachsen. Erste Station war die SAXONIA Feinsteinzeug-Manufaktur OHG in Neukirch/Lausitz, ein Familienunternehmen, das sich der Oberlausitzer Schwämmelmalerei verschrieben hat. Brangs überzeugte sich vor Ort davon, dass Tradition und Digitalisierung gut Hand in Hand gehen können. Neben einem 3D-Scanner wird ein Roboter im Rahmen der Rohlingfertigung eingesetzt. Damit ist es dem Unternehmen beispielsweise möglich, für den Dresdner Striezelmarkt jährlich Tassen im hohen fünfstelligen Stückzahlenbereich wettbewerbsfähig zu produzieren. Der Familienbetrieb ist außerdem für die zweite Wertungsrunde des Sächsischen Staatspreises für Innovation nominiert. Die SAXONIA Feinsteinzeug-Manufaktur treibt aktuell in zwei Projekten die Digitalisierung der Produktionsprozesse voran. Dabei wird der Betrieb durch die Mitarbeiter des Kompetenzzentrums Digitales Handwerk und der Handwerkskammer Dresden begleitet und unterstützt.

Ziel des Kompetenzzentrums ist es, Handwerksbetriebe beim Digitalisierungsprozess zu begleiten und sie bei der praktischen Umsetzung digitaler Produktions- und Arbeitsprozesse zu unterstützen. Es gibt dabei vier Schaufensterpartner deutschlandweit. Als Schaufenster Ost ist die Handwerkskammer Dresden Ansprechpartner für die Handwerksbetriebe in Sachsen, Sachsen-Anhalt, Berlin und Brandenburg. Themenschwerpunkt des Schaufensters Ost liegt auf „IT-gestützten Geschäftsmodellen“.

„Digitalisierung ist ein breites Feld – das sieht man allein am Spektrum der Möglichkeiten, die sich daraus für das Handwerk ergeben. Für einige Gewerke lassen sich dank der Digitalisierung komplett neue Geschäftsfelder erschließen. Gerade für Unternehmen im ländlichen Raum, die in der analogen Welt etwas abgelegen sind, bietet die digitale Welt die notwendigen Anbindungsmöglichkeiten und somit große Chancen. Das KDH bietet dabei den Betrieben die notwendige Unterstützung“, so Andreas Brzezinski, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Dresden, und betont zugleich: „Wichtig sind dafür auch die entsprechenden Rahmenbedingungen – Stichwort Breitbandausbau. Das Handwerk darf auf dem internationalen Datenhighway nicht auf die Standspur gedrängt werden.“

Weitere Informationen: www.handwerkdigital.de

Hintergrund
„Sachsen Digital“ 2017 ist die 2., aktualisierte Fassung der Digitalisierungsstrategie des Freistaates Sachsen. Sie konzentriert sich auf Bereiche, in denen der Freistaat für sich einen Handlungsauftrag sieht und die Gestaltungskompetenz zur Schaffung geeigneter Rahmenbedingungen besitzt, etwa durch Gesetze, Verordnungen, Förderprogramme oder die unterstützende Begleitung von Vorhaben. Neue, wie auch bestehende Ansätze der Staatsregierung werden durch die Digitalisierungsstrategie in einen Gesamtzusammenhang gesetzt. Neben der strategischen Ausrichtung gibt „Sachsen Digital“ 2017 einen Überblick zu den wesentlichen Aktivitäten des Freistaates Sachsen im Bereich der Digitalisierung.

Die aktualisierte sächsische Digitalisierungsstrategie umfasst fünf strategische Ziele, unter die sich nunmehr 15 Handlungsfelder und 106 konkrete Maßnahmen zur Umsetzung einordnen.
Strategie unter www.digitales.sachsen.de

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