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14.07.2017, 10:52 Uhr

Fasanerie Moritzburg – Große Sichtachse

Abschluss der dritten Teilbaumaßnahme Kanalentschlammung

Der Staatsbetrieb SIB führt seit dem Jahre 2015 unter Leitung des Ingenieurteams der Niederlassung Dresden 1 umfangreiche Entschlammungsarbeiten im Kanal der Fasanerie Moritzburg durch. Die Montage einer barocken Großvase am 18. 7. 2017 markiert den Abschluss des dritten Teilabschnittes im Bereich der sogenannten Großen Sichtachse zwischen Schloss Moritzburg und dem Fasanenschlösschen. Die beiden letzten der insgesamt fünf Abschnitte umfassenden Baumaßnahme schließen sich bis zum Jahre 2019 an.

Der Mitte des 18. Jahrhunderts künstlich angelegte Kanal zwischen Oberem Großteich (Mündungsbereich der sogenannten Darnellen) und dem Fasanenschlösschen besitzt eine Länge von 1.848 m und ist als wesentlicher Bestandteil der barocken Kulturlandschaft. Durch die so entstandene Sichtachse bot sich der Blick vom Speisesaal des Schlosses Moritzburg im 1. OG bis zum Fasanenschlösschen.

Ende des 19. Jahrhunderts wurde der Venusbrunnen außer Betrieb genommen, was zum Stillstand des Gewässers führte. Durch Laubeintrag, Pflanzenwuchs und Schlammbildung drohte der schleichende Verlust.

Ziel der zum Schutz von Fauna und Flora in mehrere Jahresabschnitte unterteilten Baumaßnahme ist die Wiederherstellung der Sichtachse, die Wiederherstellung eines Gewässerprofils und einheitlichen Gewässerbildes sowie die Sicherung der Uferbereiche. Die Arbeiten unterliegen einer ökologischen Baubegleitung.

Die Sanierungsarbeiten beginnen jährlich jeweils im besucherschwachen Winterhalbjahr, welches im meteorologischen Mittel trockener als das Sommerhalbjahr ist. Zur Durchführung der Arbeiten sind die Gewässerabschnitte trocken zu halten ohne die Entwässerungsfunktion des gesamten Kanals anzugreifen.

Für die Maßnahme stellt der Freistaat Sachsen 1,738 Mio Euro zur Verfügung. Bisher wurde der Kanal auf ca. 1 km von Schlamm und Schlick mit einem Kostenvolumen von 720 TEuro befreit.

Die Baumaßnahme wird finanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des von den Abgeordneten des Sächsischen Landtages beschlossenen Haushalts.

Hintergrund – Kanal – Fauna und Flora:

Seit der Außerbetriebnahme des Venusbrunnen Ende des 19.Jh. stand das Wasser im Kanal still. Es wurde brackig und der Grund des Kanals schlammig.

Im stehenden Gewässer bildete sich ein eigenes Habitat, das sogar einige Exoten gebar.

So siedelte sich die unter Schutz stehende Krebsschere an. Die seltene Wasserpflanze wurde während der Baumaßnahme zu ihrem Schutz umgesiedelt.

Vor der abschnittsweisen Trockenlegung wurden Fische, vorwiegend Schleien, Plötzen und Barsche und einige Hechte umgesetzt. Im ersten Entschlammungsabschnitt (2015/16) wurde der seltene Schlammpeitzger gefunden. Später konnte nur das südliche Ufer für die Befahrung zur Entschlammung genutzt werden, um die Zauneidechsen am nördlichen Ufer nicht zu stören. Bei der Entschlammung im Frühjahr 2017 wurden temporär Amphibien, wie Erdkröte, Springfrosch und Teichmolch geborgen und umgesetzt, die trotz Amphibienzaun in den Kanal gelangt waren.

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