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14.07.2017, 10:58 Uhr

Fasanerie Moritzburg

Rückkehr einer barocken Großvase

Zehn Großvasen zierten einst die Außenanlagen rund um das Fasanenschlösschen Moritzburg, die Fasanerie. Eine der noch existierenden sechs Großvasen, Vase Nr. „V 03“ kehrt

  • am Dienstag, dem 18. Juli 2017, ab 9:00 Uhr

an ihren Standort zurück.

Aus konservatorischen Gründen wird eine originalgetreue Kopie des Originals den alten Standort einnehmen.

Die Rückkehr der Großvase beendet den dritten von insgesamt fünf über Jahre angelegten Bauabschnitten zur Kanalentschlammung und –sanierung im Bereich der Fasanerie Moritzburg. Die Arbeiten werden unter Leitung des Staatsbetrieb SIB, Niederlassung Dresden 1 durchgeführt. (siehe auch PM 25/2017)

Die barocke Originalvase war zum Schutz über Jahre eingehaust und sollte nach Bergung im Jahre 2012 restauriert werden. Untersuchungen offenbarten einen desolaten, fragilen Zustand des feingliedrig modulierten Frieses, der eine Rückkehr in den Außenraum nicht mehr zulässt. Die konservierte Vase wird nach Fertigstellung im Lapidarium des Schlosses Moritzburg zu besichtigen sein.

Der Barock nutzte Großvasen im Außenbereich als wichtiges Gestaltungselement. Einmal zur Struktur von Außenanlagen, zum anderen erinnern und repräsentieren die Vasen mit ihren mythologischen Szenen und Symbolen das Elysium. Um diese Elemente in der Fasanerie Moritzburg weitgehend zu erhalten, entschied man sich für die Herstellung einer originalen Kopie. Die Kosten dafür belaufen sich auf 70.000 Euro, die der Freistaat im Zuge der Gesamtbaumaßnahme zur Verfügung stellt.

Vase:
Dem Betrachter wird die birnenförmige Gestalt der Vase suspekt sein. Die Lösung offenbart sich beim genauen Betrachten des Frieses am Vasenkörper. Denn die Vase erzählt ihre Geschichte selbst. Der Fries zeigt Putti, die diese Vase auf einem geschmückten Tableau tragen. Allerdings besitzt die Vase auf dem Fries große und weit ausladende Henkel. Das mitteldeutsche Klima lies die Vasenhenkel vermutlich brechen. Um die Vase weiterhin in der Fasanerie belassen zu können, haben Generationen vor uns die Henkel abarbeiten lassen, was zu dieser eigentümlichen Birnenform führte.

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