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07.07.2017, 11:46 Uhr

Neue Alphabetisierungskurse in Sachsen: Mehr Erwachsene sollen zum Lesen und Schreiben lernen ermutigt werden

Im Juli und August 2017 starten in Bautzen, Borna, Dresden und Grimma neue Alphabetisierungskurse. Weitere folgen in Görlitz und Plauen. Die Kurse finanziert das sächsische Kultusministerium vollständig aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds. Auch an den Volkshochschulen, unter anderem in Dresden, Leipzig und Görlitz beginnen derzeit neue Kurse, in denen Erwachsen Lesen und Schreiben lernen können.

Bundesweit gibt es 7,5 Millionen Erwachsene, die nicht ausreichend lesen, schreiben oder rechnen können. Auch im Freistaat Sachsen leben mehr als 200.000 so genannte funktionale Analphabeten, die dadurch im beruflichen und gesellschaftlichen Leben große Probleme und viele Nachteile haben. Um an den Kursen teilzunehmen, müssen sich Betroffene nach jahrelangem Verbergen ihrer Lese- und Schreibschwächen zunächst trauen, über ihr Problem zu sprechen. Ansprechpartner und Vertrauenspersonen können neben Familienangehörigen, Freunden und Arbeitskollegen auch Mitarbeitende von sozialen Einrichtungen, Sport- und Kultureinrichtungen, der kommunalen Verwaltungen, Bibliotheken, Ärzte, Erzieher und Lehrer sein.

Viele haben aber noch zu wenige Kenntnisse darüber, wie sie funktionale Analphabeten ansprechen und unterstützen können und wo Lernangebote bestehen. In Sachsen wurde deshalb 2010 die Koordinierungsstelle Alphabetisierung „koalpha“ eingerichtet. Die derzeit sechs Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter informieren die Öffentlichkeit, Einrichtungen und Betroffene zu Fragen des funktionalen Analphabetismus. Sie beraten und unterstützen persönlich bei der Vermittlung von Lernangeboten. Auf der Internetseite www.koalpha.de stehen ebenfalls umfangreiche Informationen zur Verfügung.

Der Bund und die Bundesländer haben im vergangenen Jahr die Nationale Dekade für Alphabetisierung und Grundbildung ausgerufen, um die Zahl funktionaler Analphabeten zu verringern. Ein Hauptziel der Alphabetisierungsarbeit ist es, diesen Menschen Mut zu machen und Lernangebote bereitzustellen. Dafür ist begleitend seit Juni 2017 eine neue Informationsplattform online. Auf der Internetseite https://www.alphadekade.de/ gibt es neben aktuellen Fakten und Berichten zum Thema Alphabetisierung und Grundbildung, auch eine Übersicht zu den Initiativen und Projekten aller Bundesländer und vieler Partner sowie Links zu Materialien und Veranstaltungen.

Auch über aktuelle Fördermöglichkeiten wird informiert. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung hat am 12. Juni 2017 eine Richtlinie zur Förderung von lebensweltlich orientierten Entwicklungsvorhaben in der Alphabetisierung und Grundbildung Erwachsener veröffentlicht. Damit sollen innovative Kooperationsprojekte zwischen Einrichtungen der Weiterbildung und solchen, die im Sozialraum tätig sind initiiert werden. Interessenten können zunächst ihre Projektskizzen bis zum 31. Juli 2017 beim Bundesinstitut für Berufsbildung einreichen. Weitere Details können der Richtlinie entnommen werden: https://www.bmbf.de/foerderungen/bekanntmachung-1374.html

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