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28.06.2017, 15:00 Uhr

Ministerin Köpping spricht mit Experten über den gesellschaftlichen Zusammenhalt in Sachsen

Köpping: „Wir haben zu handeln.“

(Dresden, den 28. Juni 2017) Die Sächsische Staatsministerin für Gleichstellung und Integration, Petra Köpping, hat in Kooperation mit dem Netzwerk für Integrations-, Fremdenfeindlichkeits- und Rechtsextremismusforschung in Sachsen (IFRiS) führende Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zu einem Expertengespräch über den gesellschaftlichen Zusammenhalt eingeladen.

„Flucht und Migration sind zwar Anlass, aber keineswegs der Grund für die starken Polarisierungen in unserer Gesellschaft, wie wir sie momentan erleben. Der Problembereich ist insgesamt sehr komplex und beinhaltet Aspekte wie die demografische Entwicklung, die besonderen Probleme des ländlichen Raumes, Besonderheiten in der Sozialstruktur der neuen Bundesländer, die sich stetig verringernde Bürgernähe der Politik sowie eine allgemeine Demokratieverdrossenheit, soziale Verwerfungen sowie die erlebten und wahrgenommenen Nachwendeungerechtigkeiten“, fasst Petra Köpping die Diskussion am gestrigen Abend zusammen.

Die anwesenden Expertinnen und Experten wiesen auf bestehende Lücken in der Forschung hin und bestätigten die Bedeutung der Stärkung des gesellschaftlichen Zusammenhalts in Sachsen.

„Der gesellschaftliche Zusammenhalt bestimmt die Qualität unseres gemeinschaftlichen Miteinanders. Er erfordert keineswegs Homogenität, sondern er ist mit gesellschaftlicher Vielfalt hervorragend vereinbar. Gerade in pluralen Gesellschaften ist der Zusammenhalt sehr verletzlich. Vorurteile und Intoleranz gegenüber anderen Bevölkerungsgruppen wie ein Misstrauen in die gemeinschaftlichen demokratischen Institutionen gefährden den Zusammenhalt. Um ihn zu fördern und Vorurteile abzubauen, hilft dabei nichts mehr als persönliche Kontakte“, erläuterte PD Dr. Steffen Kailitz, Hannah-Arendt-Institut für Totalitarismusforschung, Dresden.

Petra Köpping abschließend: „Die Expertenrunde ist sich einig, dass die momentane Beruhigung der Lage nicht von grundsätzlicher Natur ist. Die Spannungen können jederzeit wieder zunehmen. Ein Wiederansteigen der Flüchtlingszahlen wäre dafür erneut ein möglicher Auslöser. Wir haben also zu handeln.“

Das nächste Treffen der Expertenrunde findet im Herbst statt.

An dem Expertengespräch haben teilgenommen:

  • PD Dr. Oliver Decker, Universität Leipzig
  • Dr. Annegret Haase, Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung
  • Dr. Sara Hägi-Mead, Technische Universität Dresden
  • Prof. Michael Hofmann, Technische Universität Dresden
  • PD Dr. Steffen Kailitz, Hannah-Arendt-Institut für Totalitarismusforschung, Dresden
  • Prof. Dr. Gerd Pickel, Universität Leipzig
  • Sheryn Rindermann, Universität Leipzig

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