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09.06.2017, 15:43 Uhr

Tag des Offenen Schachts im Sankt-Johannes-Erbstollen in Erla-Crandorf

Letzte Chance zur Begehung des Stollens / EFRE-gefördertes Sanierungsprojekt

Im Jahr 1904 fand die letzte Grubenbefahrung im Sankt-Johannes-Erbstolln in Erla-Crandorf statt. Das Sächsische Oberbergamt und das Sächsische Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr laden am 16. Juni zu einem „Tag des Offenen Schachtes“ ein, um an einer geführten Besichtigung des Stollns teilzunehmen, bevor dieser nach umfassenden Sanierungsmaßnahmen wieder Bergwasser zur Entwässerung führen wird.

Besucher erhalten die einmalige Gelegenheit, den für die Sanierungsarbeiten trockengelegten Stollen zu besichtigen. und dabei eine Zeitreise in Sachsens Bergbauhistorie zu machen. Dabei erhalten sie faszinierende Einblicke in die physikalische Ausnutzung der geologischen Gegebenheiten für die industrielle Erzgewinnung. Die Führung wird von erfahrenen Bergleuten durchgeführt, die selbst an dem Sanierungsprojekt beteiligt sind und daher Fachwissen aus erster Hand weitergeben können.

Ab 10 Uhr wird sich auch eine Schulklasse den Stollen anschauen. Zudem wird die Bergsicherungsfirma „Bergsicherung Sachsen“ einen kurzen Film zeigen, der eine Grubenwehrübung im Sankt-Johannes-Stollen demonstriert. Die Dreharbeiten wurden erst vor wenigen Wochen vor Ort durchgeführt. Sie geben einen Eindruck von den Arbeitsbedingungen unter Tage und zeigen, wie Menschen in Gefahrensituationen gerettet werden. Ein EU-Infostand informiert außerdem über die Europäische Strukturfondsförderung in Sachsen. Die Besucher können bei einem Quiz mitmachen, es gibt Luftballons für Kinder und Emil, das Maskottchen für die EU-Strukturfonds, ist im Einsatz.

Für weitere Informationen rund um das Sanierungsprojekt im Sankt-Johannes-Erbstolln und zum Tag des ofenen Schachtes wenden Sie sich bitte an das Sächsische Oberbergamt: Heike Wende (Tel.: 03731 372-3210, Heike.Wende@oba.sachsen.de)

Hintergrund:
Viele Bergbaustolln in Sachsen werden seit Jahrzehnten nicht mehr genutzt. Alte Entwässerungsstolln, die den Bergbau in tieferen Schichten ermöglichten, verändern die natürlichen Abflussverhältnisse an der Oberfläche. Dadurch kann es zu Tagebrüchen kommen. Nach wiederholten Schadensereignissen im Umfeld des Sankt-Johannes-Erbstollns in Erla-Crandorf wurde im Juni 2016 mit der Sanierung des tiefsten Wasserlösestollns im Abbaugebiet auf Erlaer Seite des Schwarzwassers begonnen. Mit der umfangreichen Altbergbausanierung im EFRE-Vorhaben „Prävention von Risiken des Altbergbaus“ soll die Wasserlösefunktion des Stollns wiederhergestellt werden, um unkontrollierten Wasseraustritten und Schäden an der Erdoberfläche vorzubeugen. „Die Sanierungsmaßnahmen sichern die Infrastruktur für die Bevölkerung und Unternehmen in der Region nachhaltig“, betont Wirtschaftsminister Martin Dulig die Bedeutung des Projektes. Nach den umfassenden Sanierungsmaßnahmen wird der Stolln künftig wieder Bergwasser zur Entwässerung in das Schwarzwasser ableiten.

Die Europäische Union stellt aus dem EFRE im Förderzeitraum 2014 bis 2020 rund 40 Millionen Euro für die Förderung von präventiven Maßnahmen zur Sanierung risikobehafteter Hinterlassenschaften des Bergbaus sowie zur Wiederherstellung bergbaulicher Entwässerungssysteme zur Verfügung, vom Freistaat Sachsen kommen rund zehn Millionen Euro. Die Sanierung des Sankt-Johannes-Erbstollns kostet rund 2,5 Millionen Euro, wovon zwei Millionen Euro über den EFRE finanziert werden.

Wir freuen uns auf Ihr Kommen.

Pressesprecher Jens Jungmann
Sächsisches Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr
Telefon: +49 351 564 8060 oder
E-Mail: presse@smwa.sachsen.de

Mit freundlichen Grüßen

Jens Jungmann
Pressesprecher

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