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Preis der Kunstministerin beim 14. Neiße Filmfestival an slowakisch-tschechische Ko-Produktion „Špína“

14.05.2017, 09:08 Uhr — Erstveröffentlichung (aktuell)

Dr. Eva-Maria Stange: „Der Preis ist Anerkennung für einen bewegenden Film und gewährt Raum für das nächste Projekt“

Erstmals ist beim diesjährigen 14. Neiße Filmfestival ein mit 5.000 Euro dotierter Preis der Staatsministerin für Wissenschaft und Kunst für die beste Regisseurin oder den besten Regisseur in der Kategorie Spielfilm verliehen worden. Der Preis ging an die slowakisch-tschechische Co-Produktion „Špína“ (Dreck) von Tereza Nvotová. Kunstministerin Dr. Eva-Maria Stange: „Ich gratuliere Tereza Nvotová zu diesem Erfolg. Sie erzählt die komplizierte Geschichte ihrer jungen Protagonistin Lena sehr sensibel, ungeschönt und ehrlich. Mit dem Preisgeld möchten wir einen Beitrag leisten, um ihr Raum und Freiheit für ein weiteres künstlerisches Projekte zu ermöglichen. Mit dem neu gestiftetem Preis wird aber auch die Qualität des Neiße-Filmfestivals selbst gewürdigt, erleben wir doch hier ein Stück gelebtes Europa, in seiner Vielfalt, Lebendigkeit und Widersprüchlichkeit.“

Die Jury mit dem tschechischen Filmproduzenten Aleš Hudský, Jürgen Pohl vom deutschen Filmverleih Edition Salzgeber und dem polnischen Kulturmanager und Festivalleiter Maciej Zabojszcz musste sich im Wettbewerb zwischen je drei Spielfilmen aus Deutschland, Polen und Tschechien entscheiden. „Die Geschichte der jungen Lena, die nach dem Missbrauch durch ihren Lehrer ihren Weg finden muss, gegen ein antiquiertes psychiatrisches System auf der einen und den Unglauben ihrer nächsten Umwelt auf der anderen Seite, hat uns in seiner kraftvollen, rauen und extrem emotionalen Inszenierung überzeugt und atemlos zurückgelassen., so die Juroren in ihrer Begründung.

Das Filmfestival im Dreiländereck fand in diesem Jahr an 22 Spielstätten in zwölf Orten in Tschechien, Polen und Deutschland statt. Es stand unter der Fokus: „Die Macht des Glaubens“ und beleuchtete den Einfluss der Religion auf die Gesellschaften in Osteuropa.

Das Sächsische Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst unterstützt das Neiße Filmfestival seit 2015 im Rahmen der institutionellen Filmförderung, die 2017 in Sachsen auf 1,6 Millionen Euro erhöht wurde. Zusätzlich stellt das Ministerium Mittel für die barrierefreie Gestaltung des Filmangebots zur Verfügung. Dazu gehören Rollstuhlrampen im Innen- und Außenbereich des Kunstbauerkinos in Großhennersdorf, die barrierefreie Gestaltung von Aufzug, Toiletten und Schlafräumen in der Kulturfabrik Meda in Mittelherwigsdorf und Ausrüstung von Kronen und Kunstbauerkino sowie der Kulturfabrik Meda mit Technik für den Empfang von Audiospur und Untertiteln für seh- und hörbehinderte Menschen.


Kontakt

Sächsisches Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst

Pressesprecher Falk Lange

Telefon: +49 351 564 60200

E-Mail: falk.lange@smwk.sachsen.de

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