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03.05.2017, 08:50 Uhr

Unterricht im sächsischen Wald

Staatsminister Thomas Schmidt eröffnet 19. Waldjugendspiele

Am Waldschulheim Wahlsmühle bei Schmiedeberg (Landkreis Sächsische Schweiz - Osterzgebirge) hat Staatsminister Thomas Schmidt heute (3. Mai 2017) die 19. Waldjugendspiele in Sachsen eröffnet. 50 Schülerinnen und Schüler der 6. Klassen des „Glück Auf“-Gymnasiums Dippoldiswalde nahmen an der Auftaktveranstaltung im Forstrevier Bärenfels teil.

„Ihr werdet heute wie echte Förster arbeiten, zum Beispiel entscheiden, wie der Wald gepflegt werden muss oder das geerntete Holz verkauft werden kann. Und das, was ihr tut, denjenigen erklären, die sich über Schlamm und Stämme auf den Waldwegen ärgern", stimmte Schmidt die Schülerinnen und Schüler auf die kommenden erlebnisreichen Stunden ein. An fünf Stationen konnten die Schülerinnen und Schüler auf einem Rundgang die typische Arbeitswoche eines Revierleiters mit unterschiedlichen Aufgaben spielerisch nacherleben. „Ihr werdet aber auch lernen, wie ein Waldbesitzer oder Förster wirtschaftlich denken muss. Auf der einen Seite gibt es Einnahmen aus dem Holz, auf der anderen Seite Ausgaben zum Beispiel für Pflanzen, Wegebau und Arbeitslöhne", erläuterte der Minister weiter, „Am Ende wird dann abgerechnet, wer von euch am besten gewirtschaftet hat".

Die Kinder sollen bei den Waldjugendspielen vor Ort durch eigenes Handeln erfahren, dass eine erfolgreiche naturnahe multifunktionale Waldbewirtschaftung umfassendes Wissen über den Lebensraum Wald, seine vielfältigen Ökosystemleistungen und seine Gefährdungen voraussetzt, aber auch über seine Bedeutung als Lieferant des nachwachsenden klimafreundlichen Rohstoffes Holz und als Arbeitsplatz. Auf diese Weise sollen sie aus dem eigenen Erleben, Anpacken, Entscheiden und Rechnen dauerhaft ein Gefühl für Sinn und Notwendigkeit der nachhaltigen Forstwirtschaft entwickeln. „Wald bedeutet auch Holz zu produzieren, Holz zu verkaufen, um mit dem verdienten Geld den Wald zu pflegen, neue Bäume zu pflanzen oder Wege zu bauen", stellte Schmidt abschließend fest.

Der Staatsbetrieb Sachsenforst organisiert die jährlich stattfindenden Waldjugendspiele. Sie sind ein Gemeinschaftsprojekt der Sächsischen Staatsministerien für Umwelt und Landwirtschaft sowie Kultus und der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald e. V. Die Waldjugendspiele finden in Sachsen seit 1999 statt. Dieses Jahr wird der 100 000. Schüler bei dieser beliebtesten waldpädagogischen Aktivität dabei sein. Jedes Jahr nehmen an den Veranstaltungen der Waldjugendspiele rund 6 000 Mädchen und Jungen der dritten, vierten und sechsten Klassenstufe teil. Bis Ende Juni finden in diesem Jahr sachsenweit in allen Forstbezirken sowie in den Großschutzgebieten 65 Veranstaltungen statt. Der Forstbezirk Bärenfels, in dem heute der Auftakt war, bietet vier Termine für 318 Schülerinnen und Schüler an. Die Waldjugendspiele sind ein wichtiger Bestandteil des gesamten waldpädagogischen Angebots des Staatsbetriebes Sachsenforst.

Termine und Veranstaltungsorte der diesjährigen Waldjugendspiele sowie Informationen zum sonstigen waldpädagogischen Angebot:

www.sachsenforst.de

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