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25.04.2017, 12:26 Uhr

Landeswaldinventur in Sachsen gestartet – an 1.000 Punkten wird in den nächsten Monaten der Wald vermessen

Inventur liefert eine solide Datengrundlage für eine nachhaltige Waldbewirtschaftung im Landeswald

Forstexperten haben mit einer großflächig angelegten Waldinventur im 200.000 Hektar umfassenden sächsischen Landeswald begonnen. Die Landeswaldinventur liefert Daten und Informationen über das vorhandene Rohstoffpotenzial, die ökologischen Veränderungen der Waldbestände, den aktuellen Holzzuwachs und die Holznutzung im Landeswald. Für jeden der 1.000 Messpunkte werden detaillierte Steckbriefe erstellt, die den Zustand der Waldbestände nach einer einheitlichen Methodik taxieren und beschreiben. Die Erhebung dauert bis Ende Oktober 2017 an.

Die Landeswaldinventur findet zwischen den eigentumsübergreifenden Bundeswaldinventuren alle zehn Jahre statt. Insgesamt stehen mit beiden Großrauminventuren so alle fünf Jahre aktualisierte Waldzustandsdaten für den sächsischen Landeswald zur Verfügung und geben Auskunft über die Nachhaltigkeit der Waldbewirtschaftung.

Michael Schmid vom Kompetenzzentrum Wald und Forstwirtschaft koordiniert die aktuelle Großrauminventur und betont deren Bedeutung: „Um weiterhin eine nachhaltige Waldbewirtschaftung im sächsischen Landeswald zu gewährleisten, müssen wir über exakte Daten und Zahlen verfügen. Regelmäßig erfolgen deshalb diese Großrauminventuren, die zum Ziel haben, uns genaue Zahlen über den Wald zu liefern. Unsere Inventuren erweitern die Informationsbasis zu den ohnehin stattfindenden regionalen Betriebsinventuren“.

In den nächsten Wochen und Monaten werden zwei Inventurtrupps, bestehend aus einem Messtruppleiter und einem Messgehilfen alle 1.000 Messpunkte im Landeswald aufsuchen und eine Vielzahl von Waldparametern nach einer vorgegebenen Methodik messen, zählen, beschreiben und dokumentieren. Erste Ergebnisse werden für Anfang April 2018 erwartet. Nach Abschluss der Erfassung sowie der Auswertung des Datenpools liegen umfangreiche Informationen zum Holzvorrat, zum laufenden Holzzuwachs, zur Holznutzung und zum Totholz sowie zur Verjüngungsstruktur im Landeswald zu einem einheitlichen Inventurstichtag vor. „Diese Ergebnisse fließen in unsere Waldbewirtschaftung ein und werden die Grundlage darstellen, um strategische Fragestellung für die Zukunft im sächsischen Landeswald beantworten zu können“, so der zuständige Inventurleiter Michael Schmid.

Die Kosten für die Durchführung der Landeswaldinventur und deren Datenauswertung belaufen sich auf rund 100.000 Euro, finanziert aus Mitteln des Freistaates Sachsen auf Grundlage des von den Abgeordneten des Sächsischen Landtages beschlossenen Haushaltes.

Der Gesundheitszustand ist nicht Gegenstand der Erhebung. Der Kronenzustand wird als Indikator für Stressbelastungen auf einem separaten Beobachtungsnetz im jährlichen Rhythmus im Rahmen der Waldzustandserhebung erhoben.

Eine Besonderheit ist, dass die Landeswaldinventur im Rahmen der bundesweiten Kohlenstoffinventur des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft stattfindet. Diese dient der Erfassung der Kohlenstoffvorräte der Wälder. Unsere Waldbestände speichern enorme Mengen an Kohlenstoff und leisten somit einen großen Anteil am Klimaschutz, indem Kohlendioxid der Atmosphäre entzogen wird und als Kohlenstoff in den Bäumen gebunden wird. Produktive und leistungsfähige Waldbestände fördern die Kohlenstoffbindung.

Allein im deutschen Wald wird die Atmosphäre jährlich um rund 52 Millionen Tonnen Kohlendioxid entlastet. Im Rahmen des Kyoto-Protokolls hat sich die BRD verpflichtet für die Verpflichtungsperiode 2013 -2020 die Quellen- oder Senkenwirkung aus Entwaldungen und Aufforstungen zu bilanzieren, um die angestrebte Reduktion von CO2 nachweisen zu können. Werden Bäume geerntet und anschließend in eine stoffliche Nutzung überführt, so wird der darin enthaltene Kohlenstoff um die Nutzungsdauer des jeweiligen Produktes weiter gespeichert.

Weitere Informationen über Sachsenforst erhalten Sie unter www.sachsenforst.de.

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