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03.03.2017, 13:53 Uhr

Kultusministerium wirbt mit Videoclip um ausländische Lehrer

Gegen den Lehrermangel will Sachsen jetzt auch verstärkt um Lehrer aus dem Ausland werben. Dabei setzt das Kultusministerium auf social media und Internet. Start der Kampagne ist ein Videoclip. Im Film erzählen drei Lehrer aus verschiedenen Ländern sehr bewegend ihre Geschichte und ihren Weg zum Lehrer an einer sächsischen Schule. Der Film wird auf verschiedenen Plattformen wie dem SMK-BLOG, auf www.Lehrer-werden-in-Sachsen.de, dem facebook-account und dem youtube-Kanal der Sächsischen Staatskanzlei sowie in der Kampagne „So geht sächsisch“ eingestellt.

„Es wird immer schwieriger ausreichend Lehrerinnen und Lehrer auf dem hiesigen Arbeitsmarkt zu finden. Gleichzeitig steigt das Interesse von ausgebildeten Lehrern aus dem Ausland in Sachsen tätig zu sein“, begründete Kultusministerin Brunhild Kurth die neue Werbemaßnahme.

Insgesamt arbeiten derzeit 200 Lehrer aus dem Ausland in Sachsen. Der Anteil beträgt damit 0,6 Prozent. Die meisten kommen aus der Tschechischen Republik (46), Polen (40), Russland (27), Frankreich (15) und aus der Ukraine (13). Seit 2015 nehmen die Bewerbungen ausländischer Lehrer und auch die Anerkennungsverfahren für die Berufsabschlüsse deutlich zu. So gingen allein im letzten Jahr 184 Anträge auf Anerkennung eines im Ausland erworbenen Lehrerabschlusses bei der Sächsischen Bildungsagentur ein.

Lehrer aus dem Ausland haben im Freistaat besonders gute Berufsperspektiven an den Grundschulen und Oberschulen. Neu für Sachsen ist, dass ausländische Lehrer auch Einstellungsangebote erhalten können, wenn ihr Berufsanerkennungsverfahren noch nicht begonnen oder noch nicht abgeschlossen ist. Noch fehlende Qualifikationen können berufsbegleitend nachgeholt werden.

Lehrer, die ihren Abschluss im Ausland erworben haben und deren Abschluss in Deutschland anerkannt ist, erhalten das gleiche Tarifentgelt wie Lehrkräfte mit einer abgeschlossenen Lehramtsausbildung nach deutschem Recht. Generell werden Lehrer nach den Regelungen des Tarifvertrages für den öffentlichen Dienst der Länder (TV-L) bezahlt. Die individuelle Bezahlung von Lehrern, die noch keinen gleichgestellten Abschluss besitzen, hängt von ihrer konkreten Tätigkeit an der jeweiligen Einsatzschulart und ihrer nachgewiesenen Ausbildung ab.

Weitere Informationen zum Thema, Links und der Videoclip selbst sind im SMK-BLOG unter https://www.bildung.sachsen.de/blog/ sowie unter www.Lehrer-werden-in-Sachsen.de zu finden. Der Film ist außerdem auf dem Youtube-Kanal von „So geht sächsisch“ eingestellt.

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