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WissenschaftsCampus „Eastern Europe – Global Area“ in Leipzig eröffnet

26.01.2017, 19:00 Uhr — Erstveröffentlichung (aktuell)

Wissenschaftsministerin Dr. Eva-Maria Stange: „Wissenschaftsverbund führt Forschungspotentiale der Region zusammen“

Wissenschaftsministerin Dr. Eva-Maria Stange gratuliert den acht universitären und außeruniversitären Kooperationspartnern zur heutigen Eröffnung des Leibniz WissenschaftsCampus‘ „Eastern Europe – Global Area“ in Leipzig. „Nachdem 2012 in Leipzig das Deutsche Zentrum für integrative Biodiversitätsforschung iDiv gegründet wurde, haben Sie nun mit diesem Leibniz WissenschaftsCampus ein zweites Mal gezeigt, wie man es mit klugen Forschungsfragen und einem schlanken Management schafft, einen Wissenschaftsverbund zu gestalten, der die Grenzen von Bundesländern überschreitet. Hier werden die an verschiedenen Orten und in unterschiedlichen Organisationen beheimateten Forschungspotentiale dieser Region zusammenführt“, sagte die Wissenschaftsministerin.

Aufgabe des zunächst für vier Jahre eingerichteten Campus‘ ist die Erforschung des Globalisierungsprozesses im östlichen Europa. Dabei steht die Frage im Mittelpunkt, wie sich Gesellschaften und Akteure der Region in globalen Prozessen und Konflikten positionieren. Der Campus arbeitet unter der Federführung des Leibniz Instituts für Länderkunde (IFL) und des Centre for Area Studies (CAS) der Universität Leipzig.

„Sachsen und insbesondere Leipzig hat sich ein hohes Renommee in der deutschen und internationalen Forschung und den wissenschaftlichen Beziehungen zum östlichen Europa erarbeitet“, sagte die Ministerin. Grund dafür sei zum einen die Substanz der Universität Leipzig mit ihrem Schwerpunkt in der Regionalforschung. „Zum anderen geht dies auf die konsequente Ansiedlung, Gründung und Wiedergründung von außeruniversitären Instituten in den vergangenen 26 Jahren zurück, die Regionalforschung betreiben und regionale Expertise aufgebaut haben“, sagte die Ministerin weiter.

Stange: „Es gelingt, einerseits den Kontakt zu den systematischen Disziplinen zu halten und zugleich Spezialwissen, das zum Teil in den sogenannten Kleinen Fächern vorgehalten wird, für die Zusammenarbeit fruchtbar zu machen. Diesen Weg begleitet das Sächsische Ministerium für Wissenschaft und Kunst seit längerer Zeit.“
Dazu gehöre die Unterstützung der Einwerbung eines Graduiertenkollegs der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) zu „Bruchzonen der Globalisierung“ genauso wie die Förderung eines Netzwerks zur Erforschung der transnationalen Verflechtungen in Ostmitteleuropa. „Die Einwerbung des durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung finanzierten Centre for Area Studies war ein weiterer Schritt auf diesem Weg, der schließlich durch die Bewilligung des DFG Sonderforschungsbereich „Verräumlichungsprozesse unter Globalisierungsbedingungen“ im vorigen Jahr einen Höhepunkt erreicht hat“, sagte die Ministerin.

Hintergrund:
Unter der Federführung des Leibniz Instituts für Länderkunde (IFL) und des Centre for Area Studies (CAS) der Universität Leipzig arbeiten acht Verbundpartner zusammen. Außerdem gehören dazu das Institut für Geografie der Friedrich-Schiller-Universität Jena, das Aleksander-Brückner-Zentrum für Polenstudien, ein kooperatives Projekt der Martin-Luther-Universität Leipzig/Halle und der Friedrich-Schiller-Universität Jena, das Geisteswissenschaftliche Zentrum Geschichte und Kultur Ostmitteleuropas (GWZO) an der Universität Leipzig, das Fraunhofer Institut für Internationales Management und Wissensökonomie in Leipzig sowie das Max-Planck-Institut für ethnologische Forschung und das Leibniz Institut für Agrarentwicklung in Transformationsökonomien in Halle.


Kontakt

Sächsisches Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst

Pressesprecher Falk Lange

Telefon: +49 351 564 60200

E-Mail: falk.lange@smwk.sachsen.de

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