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26.01.2017, 10:30 Uhr

Abschlusssymposium „Genderperspektiven in der Medizin“ an der Universität Leipzig

Wissenschaftsministerin Stange mahnt höheren Frauenanteil in wissenschaftlichen Führungspositionen an

Beim Abschlusssymposium des Projekts „Genderperspektiven in der Medizin“ (GPmed) der Medizinischen Fakultät der Universität Leipzig hat Wissenschaftsministerin Dr. Eva-Maria Stange einer stärkeren Fokussierung auf die unterschiedlichen Bedürfnisse von Frauen und Männern in der medizinischen Versorgung einen hohen Stellenwert eingeräumt. „Zugleich wünsche ich mir ein weiteres Voranschreiten der Gleichstellung beider Geschlechter, damit künftig mehr Frauen die Möglichkeit geboten wird, ihre Kompetenzen in allen Bereichen und Ebenen voll auszuschöpfen“, sagte die Ministerin.

Das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderte Projekt GPmed hat sich seit März 2016 die Aufgabe gestellt, geschlechterspezifische Themen in Lehre, Forschung und Versorgung aufzugreifen und für das geschlechtergerechte Handeln und Behandeln in der Medizin zu sensibilisieren. Adressaten sind sowohl der wissenschaftlicher Nachwuchs als auch bereits etablierte Forscherinnen und Forscher und Praktiker in der medizinischen Versorgung.

„Die Gendermedizin hat beispielsweise erkannt, dass die bis 1990 gefestigte Annahme, Frauen seien gegen Erkrankungen der Herzkranzgefäße immun, falsch ist. Ein anderes Beispiel ist, dass Frauen doppelt so häufig an Rheuma leiden und ein deutlich höheres Risiko haben, an Alzheimer zu erkranken“, erklärte die Ministerin. Bereits seit 1997 sei die Weltgesundheitsorganisation damit befasst, geschlechterspezifische Betrachtungen zu Gesundheit und Erkrankungen zu unterstützen. 2015 sei mit dem Präventionsgesetz im SGB V die Beachtung genderspezifischer Besonderheiten verankert worden. Die gesetzlichen Krankenkassen müssten heute den Forschungsergebnissen zur Gendermedizin Rechnung tragen.

„Doch nicht nur der Fortschritt in Forschung und Behandlung sollte im Mittelpunkt stehen. Denn ebenso wie in anderen Bereichen, besteht auch in der Medizin das Problem der noch nicht zur Gänze erreichten Gleichstellung von Frauen und Männern in beruflicher Hinsicht. Es ist mir ein besonderes Anliegen, dass auch an den sächsischen Universitäts- und Forschungseinrichtungen der Anteil an Frauen in Führungspositionen wächst“, sagte Wissenschaftsministerin Stange.

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