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16.12.2016, 11:00 Uhr

Landlehrer: Zweiter Jahrgang bekommt Sachsenstipendium

50 neue Stipendiaten - insgesamt jetzt 101 Nachwuchslehrer im Programm

50 Lehramtsstudierende haben heute (16. Dezember) vom Direktor der Sächsischen Bildungsagentur, Béla Bélafi und Vertretern der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung das „Sachsenstipendium“ erhalten. Das Programm ist im vergangenen Jahr durch das Kultusministerium ins Leben gerufen worden, um mehr Lehrer fürs Land zu gewinnen. „Mit dem zweiten Jahrgang sind nun insgesamt 101 Nachwuchslehrer in unserem Stipendienprogramm“, teilte Kultusministerin Brunhild Kurth mit. „Es sind junge, motivierte und leistungsstarke Studenten, die später als ausgebildete Lehrer in einer ländlichen Schule unterrichten möchten“, ergänzte Kurth.

Die ausgewählten Stipendiaten studieren das Lehramt Grundschule, Oberschule und Sonderpädagogik an den Universitäten in Leipzig, Dresden, Chemnitz, Erfurt, Halle und Jena. Sie erhalten 300 Euro monatlich bis zum Ende ihrer Regelstudienzeit und haben sich im Gegenzug verpflichtet, nach dem Abschluss ihrer Ausbildung für die Dauer ihrer Förderung in einer ländlichen Schule zu arbeiten. Wer also fünf Semester ein Sachsenstipendium erhält, muss anschließend mindestens fünf Schulhalbjahre in einer Bedarfsregion tätig sein. Die finanzielle Unterstützung beginnt mit dem 5. Fachsemester und endet mit der Regelstudienzeit. Neben dem finanziellen Zuschuss erhalten die Stipendiaten auch eine ideelle Förderung. So organisiert die Deutsche Kinder- und Jugendstiftung gemeinsam mit den Stipendiaten ein Begleitprogramm. Dafür werden Seminar- und Trainingsangebote sowie eine individuelle Begleitung während des Studiums, des Vorbereitungsdienstes und des Beginns der Lehrtätigkeit angeboten. Gleichzeitig bekommen die Stipendiaten individuelle Ansprechpartner an der Universität und in der zukünftigen Einsatzregion und absolvieren bereits ihre Schulpraktika in der späteren Einsatzregion. Die ideelle Förderung geht über den Zeitraum der finanziellen Förderung hinaus und endet erst nach Ablauf der festgelegten Beschäftigungszeit in der Bedarfsregion.

Mit dem Sachsenstipendium sollen Lehramtsstudierende schon während des Studiums an ländliche Region gebunden werden. Die Großstädte Dresden und Leipzig sowie die unmittelbar angrenzenden Gemeinden gehören nicht dazu. Das Sachsenstipendium können Studierende für das Lehramt an Grundschulen, Mittelschulen/Oberschulen und Förderschulen erhalten. Bei der Auswahl der Stipendiaten sind neben guten Studienleistungen auch persönliche Eignung und Motivation ausschlaggebend.

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