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Kunstministerin Dr. Stange: Der Erhalt des kulturellen Reichtums in den ländlichen Regionen ist Aufgabe mehrerer Partner

05.09.2016, 20:00 Uhr — Erstveröffentlichung (aktuell)

Sachsens Kunstministerin Dr. Eva-Maria Stange hat bei der heutigen Podiumsdiskussion im Gerhart-Hauptmann-Theater Görlitz-Zittau zum Thema „20 Jahre Neue Lausitzer Philharmonie – Chancen und Herausforderungen eines Orchesters für den gesamten Kulturraum“ betont: „Sachsen ist eine um ihren kulturellen Reichtum, zu dem auch der musikalische gehört, immer wieder beneidete Region. Dies hängt mit Sachsens außerordentlicher musikalischer Tradition zusammen, zugleich aber auch mit einer breiten, bewusst auch auf den ländlichen Raum ausgerichteten Förderpolitik der Staatsregierung.“ Sie dankte auch den Musikerinnen und Musikern der Neuen Lausitzer Philharmonie für ihr Engagement.

In der Podiumsdiskussion betonte Dr. Eva-Maria Stange die Bedeutung und Wirkung des Kulturraumgesetzes: „Mit Hilfe des Sächsischen Kulturraumgesetzes ist es gelungen, durch eine solidarische Finanzierung ein flächendeckendes Angebot an Theatern und Orchestern in Sachsen zu erhalten und zu sichern. Das Land unterstützt die Kommunen bei der Finanzierung ihrer regional bedeutsamen Kultureinrichtungen, indem aktuell 91,7 Millionen Euro pro Jahr an die Kulturräume gehen. Mit der seit 2015 erfolgten Steigerung der Landesmittel um fünf Millionen Euro und einer ab 2017 geplanten erneuten Anhebung um drei Millionen Euro auf 94,7 Millionen Euro erhalten die Kommunen und Landkreise die Möglichkeit, auch für die kommunalen Theater und Orchester eine verbesserte Finanzierung umzusetzen.“

Dr. Eva-Maria Stange machte aber auch klar: „Mit den Intendanten der Theater in den Regionen bin ich im regelmäßigen Austausch. Wir wissen um die teils schwierige Situation der Orchester und der Theater wie zum Beispiel das Problem der Haustarifverträge. Aber das Land kann nicht direkt in die Finanzierung der Theater eingreifen. Mit der Erhöhung des Landesanteils an der Kulturraumfinanzierung unterstützen wir die kommunalen Träger. Die Verantwortung für die Kultureinrichtungen liegt in der Region, in den Händen der kommunalen Fachbeiräte und der Landräte. Nur mit langfristigen Kulturentwicklungsplänen und verlässlichen finanziellen Rahmenbedingungen lassen sich langfristige Lösungen und Prioritäten setzen.“ Die Ministerin hatte den Intendanten der kommunalen Theater bei einem Zusammentreffen im Sommer weitere Gespräche zur Suche nach geeigneten Lösungen für die Entwicklung der Theater auch im Zusammenwirken mit den Landesbühnen angeboten.

Die Neue Lausitzer Philharmonie ist neben dem Sorbischen National-Ensemble eines von zwei klassischen Kulturorchestern in der Region. Das Orchester ist Teil des seit 2009 fusionierten Gerhart-Hauptmann-Theaters Görlitz-Zittau, fungiert als Theaterorchester für Musiktheater und bespielt die gesamte Kulturregion als Konzertorchester. Über den Kulturraum wird das seit 2009 aus dem Musiktheater Görlitz und dem Gerhart-Hauptmann-Theater Zittau fusionierte Haus jährlich institutionell unterstützt, in diesem Jahr mit voraussichtlich etwa 6,650


Kontakt

Sächsisches Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst

Pressesprecher Falk Lange

Telefon: +49 351 564 60200

E-Mail: falk.lange@smwk.sachsen.de

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