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24.08.2016, 14:46 Uhr

Neue Initiative simul + stellt sich umwelt- und agrarpolitischen Herausforderungen

Minister Schmidt eröffnet Zukunftsforum

Wenn heute von technischem Fortschritt die Rede ist, denken viele Menschen zuerst an die neuesten Funktionen für Ihr Smartphone oder an selbstfahrende Autos. Aber kaum jemand denkt an die Bereiche Umwelt, Land-, Forst- und Ernährungswirtschaft. Gerade im Zeitalter der Digitalisierung und durch die Entwicklung intelligenter Techniksysteme verschwinden jedoch zunehmend die Grenzen der Wirtschaftsbranchen und Wissenschaftsdisziplinen. Unter dem Dach von simul+ stellt sich das Sächsische Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft (SMUL) den aktuellen umwelt- und agrarpolitischen Themen.

Staatsminister Thomas Schmidt hat heute (24. August 2016) in Radebeul (Landkreis Meißen) mit mehr als 230 Vertretern aus Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung bei einem Zukunftsforum den Startschuss für die Initiative simul+ gegeben. Dabei sollen innovative Leistungen sächsischer Akteure aus dem Umwelt- und Agrarbereich in den Fokus der Öffentlichkeit gestellt werden. Die Anfangsbuchstaben stehen symbolisch für: sächsisch, innovativ, miteinander, umweltgerecht, lebenswert und „+“ für zukunftsfähig. Simul steht im Lateinischen für „zusammen“ und genau das ist der Ansatz dieser Initiative.

„Mit der Initiative simul+ bringen wir Menschen zusammen, um innovative Projekte vorzustellen und Erfahrungen auszutauschen. Dadurch können neue Kooperationen entstehen und zukünftige Projekte angestoßen werden. Das Forum bietet den beteiligten Akteuren eine Plattform für ihre Ideen sowie die Gelegenheit zum Ausbau ihres Netzwerkes“, sagte Minister Schmidt in seiner Auftaktrede.

Staatsminister Schmidt möchte mit simul+ der zunehmenden Ideologisierung in der öffentlichen Diskussion einen wissenschaftlichen, innovativen Beitrag entgegenstellen. „Landwirtschaftsprojekte sind zunehmend Umweltprojekte. Durch modernste Sensoren können Landwirte heute beispielsweise beim Düngen der Felder den Einsatz von Nährstoffen auf den Zentimeter genau steuern, so dass nur die notwendige Menge auf bestimmten Bereichen des Feldes ausgebracht wird. Das spart dem Landwirt nicht nur Geld, sondern entlastet auch Böden und Natur und dient somit der Umwelt“, so Schmidt.

Auch der Einsatz moderner Drohnen sowie selbstfahrender Traktoren und Mähdreschern wird schon bald auf den Feldern keine Seltenheit mehr sein. Bei der Tierhaltung werden Melkroboter und moderne Fütterungs- und Tränksysteme sowie neue Techniken für ein besseres Stallklima eingesetzt. Aber auch in der Umwelttechnik helfen moderne Sensorik und intelligente Steuerungssysteme, Boden, Wasser und Luft sauber zu halten und die Natur zu schützen.

Auf dem Forum gab es zwei Impulsreferate sowie verschiedene Präsentationen von sächsischen Unternehmen und Instituten. Zum Thema Mobilfunk im Zusammenhang mit Umwelt und Landwirtschaft sprach Professor Gerhard Fettweis, Inhaber der Vodafone Stiftungsprofessur für Mobile Nachrichtensysteme an der Technischen Universität Dresden. Der Geschäftsführer der Bürgschaftsbank Sachsen, Markus H. Michalow, zeigte vielfältige Finanzierungsmöglichkeiten für innovative Projekte auf. Dem Thema „Landwirtschaft 4.0 – mit weniger mehr produzieren“ widmete sich Peer Leithold, Geschäftsführer der AgriCon GmbH aus Ostrau (Landkreis Mittelsachsen). Björn Fischer, Geschäftsführer der Evonta Technology GmbH aus Dresden, sprach über die Erforschung einer neuen Methode zur Geschlechtsbestimmung vor dem Ausbrüten von Hühnereiern. Damit kann zukünftig das millionenfache Töten von männlichen Küken verhindert werden. Aus dem Umweltbereich stellte Marius Feldmann, Leiter des operativen Geschäfts der Cloud & Heat GmbH aus Dresden das Thema „Das synergetische Rechenzentrum der Zukunft“ vor. Deren entwickelte Serverinfrastruktur ist weltweit einzigartig energieeffizient, indem sie die entstehende Abwärme zum Beheizen von Gebäuden und zum Erwärmen von Trinkwasser nutzt. Das ist ein zukunftsweisender Ansatz beim Klimaschutz. Professor Peter Krebs vom Institut für Siedlungs- und Industriewasserwirtschaft der Technischen Universität Dresden sprach zum Thema „Mikroschadstoffe im Abwasser“.

Unter dem Dach von simul+ wird ein Bündel von weiteren Maßnahmen umgesetzt. Veranstaltungen wie das Zukunftsforum sollen einmal jährlich stattfinden. Darüber hinaus sollen etablierte Veranstaltungsformate, wie die Projektwerkstätten und Fachforen des Ministeriums, weiterentwickelt werden. „Wettbewerbe wie zum Beispiel unseren sächsischen Umweltpreis wollen wir stärker als Ideenschmiede nutzen. Auch Veranstaltungen der nachgeordneten Behörden werden in diese Initiative integriert, um Aktivitäten unseres Geschäftsbereiches intensiver vorzustellen“, so der Minister.

Mit simul+ leistet das SMUL seinen Beitrag, um das vorhandene Innovationspotenzial der Wissens- und Kompetenzträger weiter zu bündeln und dadurch die sächsische Wettbewerbsfähigkeit zu steigern. Das SMUL möchte für neue Ansätze in der Umwelt- und Landwirtschaftspolitik begeistern und dies unter dem Motto: „Zukunft. Zusammen bringen!“

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