Vom früheren Gasthof zum Begegnungszentrum
02.08.2016, 10:10 Uhr — Erstveröffentlichung (aktuell)
Umweltstaatssekretär Wolff übergibt Förderbescheid über 883 000 Euro
Niederfrohna im Landkreis Zwickau erhält 883 000 Euro für die Sanierung und den Umbau des ehemaligen Gasthofes „Lindenhof“. Die Mittel stammen aus dem Programm „Vitale Dorfkerne und Ortszentren im ländlichen Raum“, das Ende März vom Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft mit insgesamt zehn Millionen Euro aufgelegt wurde.
Umweltstaatssekretär Herbert Wolff hat den Förderbescheid heute (2. August 2016) gemeinsam mit Landrat Dr. Christoph Scheurer an Bürgermeister Klaus Kertzscher übergeben. Das Projekt beinhaltet die Schaffung von Räumen für Vereine und für Veranstaltungen in dem ehemaligen Gasthof. Auch ein Begegnungscafé als Treffpunkt für die Bürgerinnen und Bürger soll entstehen. Der Eingangsbereich und das Erdgeschoss werden barrierefrei ausgeführt. Das über 100-jährige Gebäude prägt den Ortskern von Niederfrohna im Ensemble von Kirche, Kindertagesstätte, Schule und einem ehemaligen Rittergut. Mit dem Vorhaben wird das generationenübergreifende Miteinander im Dorf gestärkt.
„Dieses Förderprogramm soll zusätzliche Impulse für die Innenentwicklung in Dörfern und kleinen Städten geben“, sagte Staatssekretär Wolff bei der Übergabe. „Die finanzielle Unterstützung von Bund und Freistaat Sachsen im Rahmen der Gemeinschaftsaufgabe Agrarstruktur und Küstenschutz mit insgesamt zehn Millionen Euro und einem Fördersatz von 75 Prozent verbessert die kommunalen Investitionsmöglichkeiten. Mit diesem Programm ist der Freistaat einem Wunsch der Kommunen gefolgt“.
Hintergrund:
Das Förderprogramm „Vitale Dorfkerne und Ortszentren im ländlichen Raum“ wurde am 30. März 2016 vom Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft mit insgesamt zehn Millionen Euro aufgelegt. Die Förderung erfolgt nach der Richtlinie Ländliche Entwicklung (RL LE/2014) mit einem Fördersatz von 75 Prozent. Dabei muss das Vorhaben im Einklang mit den Zielen der LEADER-Entwicklungsstrategie des jeweiligen LEADER-Gebietes stehen sowie zum Abbau von Barrieren beitragen, die Aufenthalts- und Nutzungsqualität generationenspezifisch verbessern, das Ortsbild aufwerten und die demografische Entwicklung berücksichtigen. Das Programm wurde sehr gut nachgefragt, sodass bereits im Mai 2016 das zur Verfügung stehende Budget von zehn Millionen Euro ausgeschöpft war. Insgesamt erhalten 35 Vorhaben in ganz Sachsen Fördermittel aus diesem Programm.