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06.07.2016, 15:29 Uhr

Hochschulen erweitern Lehramtsausbildung auf jährlich 2000 Plätze für Studienanfänger

Wissenschaftsministerin Stange: „Sachsens Hochschulen reagieren auf den Generationswechsel in den Schulen“

Um den Lehrerbedarf in Sachsen langfristig sichern zu können, baut der Freistaat mit erheblichen zusätzlichen Mitteln die Lehramtsausbildung weiter aus. Mit den fünf lehrerbildenden Hochschulen wurde eine weitere Erhöhung der Kapazitäten vereinbart, so dass ab 2017 jährlich insgesamt 2000 Studienanfänger immatrikuliert werden können.

Für den ersten Ausbau der Lehramtsstudienplätze (von ca. 1000 auf 1800 Studienanfänger) erhielten die Hochschulen in den Jahren 2012 bis 2016 bereits insgesamt 56,1 Millionen Euro zusätzlich. Für die Jahre 2017 bis 2020 erhalten sie insgesamt noch einmal 72 Millionen Euro. Mit dem Geld werden über 200 zusätzliche Beschäftigungsverhältnisse und Stellen sowie Sachmittel finanziert. Mit den fünf Lehrerbildenden Hochschulen (TU Dresden, TU Chemnitz, Universität Leipzig, Hochschule für Musik Dresden, Hochschule für Musik und Theater Leipzig) wurden in den letzten Wochen die dafür nötigen Zielvereinbarungen bis 2020 geschlossen. Darüber hinaus sieht die Hochschulentwicklungsplanung bis 2025 vor, dass auch die Lehramtsausbildung auf diesem hohen Niveau gesichert werden soll.

Wissenschaftsministerin Dr. Eva-Maria Stange erklärt: „Mit dem Ausbau der Lehramtsausbildung reagiert der Freistaat auf den laufenden Generationswechsel in den Schulen. Die Erhöhung der Zahl der Studienplätze ist eine entscheidende Voraussetzung, um auch in Zukunft die Unterrichtsversorgung zu gewährleisten und die Qualität des sächsischen Schulsystems auf seinem hohen Niveau zu halten. Die Attraktivität unserer Hochschulen zieht auch viele Studierwillige aus anderen Bundesländern an. Ich appelliere an alle Interessenten, sich bei der Wahl der Fächer und der Schularten an den aktuellen Notwendigkeiten zu orientieren. In den Schulen werden vor allem Lehrkräfte in den sogenannten MINT-Fächern in größerer Zahl benötigt. Der Bedarf an jungen Lehrkräften an den Grundschulen, Oberschulen, Berufsschulen und Förderschulen ist besonders hoch. Für Absolventen mit einer Ausbildung in diesen Fächern und für diese Schularten bestehen die besten Einstellungsmöglichkeiten.“

Die Ministerin ergänzt: „Der Hochschulentwicklungsplan 2025, der aktuell noch in der Anhörung der Hochschulen ist, wird das hohe quantitative und qualitative Niveau der Lehramtsausbildung auch nach 2020 sichern helfen. Die Hochschulen leisten damit einen wichtigen Beitrag zur Sicherung der Bildung unserer Kinder und erhalten dafür Planungssicherheit vom Freistaat. Die Zielvereinbarungen zur Lehrerbildung bis 2020 sind ein erster Schritt dazu.“ Gleichzeitig“, so Ministerin Stange, „muss der Lehrerberuf in Sachsen so attraktiv sein, dass nicht weiterhin ein erheblicher Teil der sächsischen Lehramtsabsolventen nach dem Studium in andere Bundesländer abwandert.“

Neu in den Zielvereinbarungen ist, dass die Universität Leipzig 40 Plätze, die TU Dresden und TU Chemnitz je 20 Studienplätze zusätzlich zur Lehramtsausbildung für das Fach Deutsch als Zweitsprache bereithalten.

Um eine möglichst hohe Zahl der Lehramtsstudierenden zum erfolgreichen Abschluss zu führen, wurden mit den Hochschulen Studienerfolgsstrategien vereinbart. Insgesamt stellt das Wissenschaftsministerium für die Erhöhung des Studienerfolgs den sächsischen Hochschulen 53 Millionen Euro zur Verfügung.

Zum Hintergrund:

2012 wurden im Rahmen des „Bildungspaketes Sachsen 2020“ Vereinbarungen mit den fünf lehrerbildenden Hochschulen geschlossen. Anliegen war es, für alle Schularten Lehrkräfte bedarfs- und qualitätsgerecht auszubilden und die Anzahl der Studienanfänger in einem Lehramtsstudium an den sächsischen Hochschulen von damals jährlich ca. 1000 auf rund 1800 Studienanfänger zu steigern. An der TU Chemnitz wurde der Studiengang Lehramt an Grundschulen neu und an der TU Dresden wurden die Lehramtsausbildung für die Grundschule und die Mittelschule nach einer Schließung 2010 wieder eingeführt. .

In den Zielvereinbarungen haben sich die Hochschulen zudem verpflichtet, bestimmte Studienkapazitäten bereitzustellen, Studienbewerber mit Blick auf die Bedarfe hin zu beraten, Praktika verstärkt in das Studium zu integrieren sowie die Zentren für Lehrerbildung durch die Übertragung von Kernaufgaben zu stärken. Die Vereinbarungen laufen am 31.12.2016 aus und wurden jetzt durch die Anschlussvereinbarungen bis 2020 verlängert.

Anlage: Anzahl der Studienanfänger

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