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Sachsen schiebt 150 Kosovaren ab

20.04.2016, 14:43 Uhr — Erstveröffentlichung (aktuell)

Ulbig: „Zahlen werden weiter steigen“

Sachsen hat heute mit einem Sammelcharter (Airbus 321) vom Flughafen Halle/Leipzig 150 ausreisepflichtige Kosovaren in ihre Heimat abgeschoben. Bei den Betroffenen handelt es sich um Personen, deren Asylantrag abgelehnt wurde. Seit der Novellierung des deutschen Asylrechts im vergangenen Herbst gelten alle Länder des Westbalkans als sichere Herkunftsstaaten. Die Anerkennungsquote für Flüchtlinge aus dieser Region ist verschwindend gering.

Innenminister Markus Ulbig: „Unser Ziel ist es, geltendes Asylrecht konsequent anzuwenden. Dazu gehört es auch, Menschen ohne Bleiberecht zwangsweise in ihre Heimatländer zurückzuschicken. Wir werden die Abschiebezahlen weiter steigern.“

Zuletzt hat der Freistaat im Rahmen eines Pilotprojektes am 7. April mit einem Charterflug insgesamt 24 ausreisepflichtige Personen nach Tunesien zurückgebracht.

In Sachsen leben aktuell 6.754 „vollziehbar Ausreisepflichtige“, 2.496 stammen vom Westbalkan, 954 aus den nordafrikanischen Maghreb-Staaten (Stand: 31. März 2016).

Hintergrund:

Abschiebungen aus Sachsen: 2014 - 1.037 Personen / 2015 - 1.725 Personen / 2016 (1.Quartal) - 1.177 Personen


Kontakt

Sächsisches Staatsministerium des Innern

Pressesprecher Andreas Kunze-Gubsch

Telefon: +49 351 564 30400

Telefax: +49 351 564 30409

E-Mail: presse@smi.sachsen.de

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