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31.03.2016, 10:04 Uhr

Kunstministerin eröffnet Ausstellung "Nahnu" mit Arbeiten geflüchteter Künstler in der Städtischen Galerie Dresden

Ministerin Stange: „Kunst kann Verständigung und Integration fördern“

Kunstministerin Dr. Eva-Maria Stange hat heute die Ausstellung „NAHNU“ in der Städtischen Galerie Dresden miteröffnet. Gezeigt werden vom 1. bis 24. April 2016 von einer Jury ausgewählte 58 Werke von Kunstschaffenden, die als Asylsuchende, Flüchtlinge und Migranten in und um Dresden leben. „Künstlerinnen und Künstler aus verschiedenen Ländern, darunter viele, die aus ihrer Heimat fliehen mussten, haben bei dieser Ausstellung eine Möglichkeit, die eigene Geschichte zu erzählen. Mit der Präsentation ihrer Kunstwerke können sie Schwellen überwinden und Brücken bauen. Dabei bewährt sich Kunst als Sprache ohne Sprachbarrieren“, erklärt Kunstministerin Stange. Sie ergänzt: „Ich habe ohnehin eine große Hochachtung vor Künstlern, die mit ihren Arbeiten immer Eigenes preisgeben, es fremden Blicken aussetzen. Für die geflüchteten Künstler gilt dies umso mehr, als sie mit ihren Werken auch neue, bisher unbekannte Darstellungsarten und Sichtweisen zu uns bringen.“ Kunst sei somit eine Möglichkeit, Verständigung und Integration zu fördern. „Die Ausstellung ist dafür ein Schritt, für sich und für andere, wenn auch kein Wundermittel. Sie ist ein Gesprächsangebot der Künstler, eine ausgestreckte Hand, die wir annehmen sollten“, ermutigt Ministerin Stange. Die Künstler hätten etwas zu geben, sie eröffneten einen Dialog. Mit der Ausstellung würden sie stärker wahrgenommen, sie sei auch ein Beitrag zur Stärkung ihres Selbstbewusstseins. Und sie sei eine Möglichkeit in der Kunstszene, vielleicht auch auf dem Kunstmarkt erste Kontakte zu knüpfen, sagte Ministerin Stange in ihrem Grußwort.

Insgesamt hatten Künstler über 100 Werke für die Ausstellung eingereicht. Eine Expertenjury wählte 58 Werke von 20 Künstlern und einer Künstlergruppe aus, die ab dem 1. April in der Städtischen Galerie Dresden zu besichtigen sein werden. Gezeigt werden Arbeiten der Fotografie, der Grafik, des Handwerks und der Malerei. Die Künstler kommen aus Syrien, Iran, Libyen, Venezuela, Libanon, Russland und Peru. Neben studierten Kunstschaffenden konnte auch eine Reihe von Laien mit ihren Arbeiten die Jury überzeugen. Die Ausstellung „NAHNU“ geht auf eine Initiative des „Willkommen im Hochland e. V.“ und der Museen der Stadt Dresden zurück. Das Wort „Nahnu“ ist Arabisch und bedeutet „Wir“.

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