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22.09.2015, 13:01 Uhr

Sachsen will junge Lehrer aufs Land locken

Freistaat führt das Sachsenstipendium ein

Sachsen geht neue Wege, um mehr Lehrernachwuchs für ländliche Regionen zu gewinnen. Ab sofort können sich Lehramtsstudierende für das „Sachsenstipendium“ bewerben. Die Lehramtsstudierenden erhalten 300 Euro monatlich, wenn sie sich verpflichten, später in Bedarfsregionen zu arbeiten. „Es gibt kein mangelndes Interesse am Lehrerberuf. Aber es gibt eine mangelnde Bereitschaft in ländlichen Regionen als Lehrerin oder Lehrer tätig zu sein“, begründete Kultusministerin Brunhild Kurth heute in Dresden die Initiative. Für das Sachsenstipendium stellt der Freistaat in diesem und nächstem Jahr insgesamt 600.000 € bereit.

Mit dem neuen Instrument der Lehrernachwuchsgewinnung betritt der Freistaat Neuland. „In keinem anderen Bundesland wird ein entsprechendes Stipendienprogramm für angehende Lehrerinnen und Lehrer angeboten“, sagte die Kultusministerin.

Mit dem Sachsenstipendium sollen Lehramtsstudierende schon während des Studiums an ländliche Region gebunden und auf ihre spätere Tätigkeit in einer Bedarfsregion vorbereitet werden. Die Großstädte Dresden und Leipzig sowie die unmittelbar angrenzenden Gemeinden gehören nicht dazu.
Die Aufnahme ins Stipendienprogramm erfolgt nach bestimmten Kriterien. Das Sachsenstipendium können nur Studierende für das Lehramt an Grundschulen, Mittelschulen/Oberschulen und Förderschulen erhalten. Bei der Auswahl der Stipendiaten sind neben Studienleistungen auch persönliche Eignung und Motivation ausschlaggebend.

Die Stipendiaten verpflichten sich vertraglich dazu, nach ihrem erfolgreichen Studienabschluss als Lehrerin oder Lehrer in einer Bedarfsregion zu arbeiten. Die Dauer der Verpflichtung ist abhängig vom Förderzeitraum. Wer also fünf Semester ein Sachsenstipendium erhält, muss anschließend mindestens fünf Schulhalbjahre in einer Bedarfsregion tätig sein. Die finanzielle Unterstützung beginnt mit dem 5. Fachsemester und endet mit der Regelstudienzeit. Aber auch Lehramtsstudierende zu Beginn des 7. und 9. Semesters können aufgenommen werden. „Wir haben die Möglichkeit, in diesem Jahr 50 Stipendiaten in das Programm aufzunehmen. In den nächsten Jahren wird die Anzahl schrittweise bis Ende 2017 auf 100 erhöht“, so Brunhild Kurth.

Neben dem finanziellen Zuschuss erhalten die Stipendiaten auch eine ideelle Förderung. So organisiert die Deutsche Kinder- und Jugendstiftung für die Stipendiaten ein Begleitprogramm, mit dem sie auf ihre Lehrtätigkeit in einer ländlichen Region vorbereitet werden. Dafür werden Seminar- und Trainingsangebote sowie eine individuelle Begleitung während des Studiums, des Vorbereitungsdienstes und des Beginns der Lehrtätigkeit angeboten. Gleichzeitig bekommen sie individuelle Ansprechpartner an der Universität und in der zukünftigen Einsatzregion und absolvieren bereits ihre Schulpraktika in der späteren Einsatzregion. Die ideelle Förderung geht über den Zeitraum der finanziellen Förderung hinaus und endet erst nach Ablauf der festgelegten Beschäftigungszeit in der Bedarfsregion. „Die Stipendiaten werden in einer Art und Weise für die Tätigkeit an Schulen vorbereitet, wie es für andere Lehramtsstudierende nicht der Fall ist. Kein Stipendiat muss ins kalte Wasser springen“, sagte Kultusministerin Brunhild Kurth

Weitere Informationen unter: www.lehrer-werden-in-sachsen.de

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