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Sanierung des Blei- und Silberzecher Stolln in Thum

10.08.2015, 11:18 Uhr — Erstveröffentlichung (aktuell)

EFRE Vorhaben „Prävention von Risiken des Altbergbaus“ startet erstes Projekt

Mit der Bestätigung des Projektantrages „Wiederherstellung und dauerhafte Gewährleistung einer sicheren und kontrollierbaren Entwässerung durch Sanierung des Blei- und Silberzecher Stolln in Thum“ kann nun die Sanierung des Hauptwasserlösestolln beginnen. Dieses ist das erste Projekt des EFRE-Vorhabens „Präventionen von Risiken des Altbergbaus“ der Förderperiode bis 2020, für das mit der Auftaktveranstaltung am 10. Juni 2015 im Sächsischen Oberbergamt der Startschuss gegeben worden war. Im Rahmen des vom Freistaat Sachsen beschlossenen Operationellen Programms stehen für dieses Vorhaben insgesamt 50 Mio. Euro zur Verfügung. Damit werden Sanierungsarbeiten zur Erhöhung des Schutzniveaus vor den Folgen des Altbergbaus in Sachsen umgesetzt.

Der Blei- und Silberzecher Stolln als Hauptentwässerungsstolln für das Thumer Bergbaugebiet hat die wichtige Funktion, den Wasserabtrag aus den untertägigen Grubenbauen des Altbergbaus zu gewährleisten. Aufgrund des schlechten Zustandes des Stolln erfolgt derzeit nur eine eingeschränkte und diffuse Wasserableitung in Richtung des Jahnsbaches. Dadurch besteht ein hohes Risiko, dass Wasser schlagartig im Stadtgebiet austritt. Gravierende Schäden an infrastrukturellen Einrichtungen können die Folge sein. Tagesbrüche, ausgelöst durch Gangbeeinflussung und pulsierende Wasserstände im Stolln, stellen ein weiteres Gefährdungspotential dar. Im Stadtgebiet Thum sind in den vergangenen Jahrzehnten bereits mehrere derartige Schadenereignisse aufgetreten. Ein erhebliches öffentliches Interesse fokussiert sich in diesem Zusammenhang auf die Sicherheit vor altbergbaulichen Schäden an der Chemnitzer Straße (B 95) und der Stollberger Straße, die als Bundes- bzw. Staatsstraßen auch überregionale Bedeutung besitzen.

Für die Gewährleistung der öffentlichen Sicherheit müssen daher stabile hydraulische und geotechnische Verhältnisse im Grubenrevier und an der Tagesoberfläche geschaffen werden. Dies wird durch die Wiederherstellung einer freien und kontrollierbaren Wasserableitung aus den Grubenbauen des Blei- und Silberzecher Stolln erreicht. Insgesamt sind rund 400 m Stolln zu sanieren, die ausschließlich unter bebautem Gebiet verlaufen. Start der untertägigen Sanierungsarbeiten vor Ort erfolgt im Oktober 2015. Für die bergbauliche Sanierung ist eine Bauzeit von 60 Wochen geplant. Die Projektkosten betragen rund 2 Mio. Euro.


Kontakt

Sächsisches Oberbergamt

Pressesprecher Oberberghauptmann Prof. Dr. Bernhard Cramer

Telefon: +49 3731 372 9001

Telefax: +49 3731 372 9009

E-Mail: pressestelle@oba.sachsen.de

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