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25 Jahre Wiedervereinigung - Geschichtscamp für Schüler

19.06.2015, 11:44 Uhr — Erstveröffentlichung (aktuell)

Kultusministerin ermuntert Schüler sich mit der Deutschen Einheit zu beschäftigen

Kultusministerin Brunhild Kurth will Sachsens Schüler dazu ermuntern, sich aus Anlass des 25. Jahrestages mit der Deutschen Einheit und der Wiedergründung des Freistaates zu beschäftigen. Mit dem Geschichtscamp zum Thema „Halt-Grenzposten-Stehenbleiben oder ich schieße!“ können sich die Mädchen und Jungen vor allem mit der Geschichte der Grenze, den Fluchtversuchen, Ausreiseanträgen, den Methoden der Stasi und der Friedlichen Revolution auseinandersetzen. Das Camp findet in Plauen (Vogtland) statt - eine Stadt, die sowohl im Grenzgebiet der ehemaligen DDR lag als auch im Herbst 1989 eine bedeutende Rolle spielte. „Ich kann nur alle Schüler dazu anregen, diese Chance wahrzunehmen und an der spannenden Zeitreise zurück in die Vergangenheit teilzunehmen“, so Kultusministerin Brunhild Kurth, die darauf hinwies, dass die Fahrt-, Übernachtungs- und Teilnehmerkosten durch das Sächsische Kultusministerium übernommen werden. Noch bis zum 5. Juli 2015 können sich Schüler der Klassen 9 bis 13 für das Camp bewerben. 43 Mädchen und Jungen erhalten dann die Chance, vom 15. bis 19. September 2015 eine historische Zeitreise in die DDR-Geschichte zu erleben.

„Das Geschichts-Camp ist ein Angebot von verschiedenen Projekten, die in diesem Jahr den Schulen zur Verfügung stehen, um den Jahrestag auf kreative Art und Weise zu würdigen“, erklärte Kurth. Die unterschiedlichen Aktivitäten vom Geschichtscamp über Plakatausstellungen, Wettbewerbe und Projektarbeiten bis hin zum Tag der Demokratie am 9. November seien eine gute Ergänzung zum sächsischen Lehrplan. „Im Geschichtsunterricht, aber auch in Deutsch oder Gemeinschaftskunde spielt die deutsch-deutsche Geschichte und die DDR-Diktatur eine wichtige Rolle. Durch Zeitzeugengespräche und der Besuch von Gedenkstätten wird die Vergangenheit für die jüngere Generation greifbarer. Die Schüler müssen erkennen, dass Demokratie nicht selbstverständlich ist. Sie müssen lernen, sich für den Schutz der Menschenwürde, Toleranz und Nächstenliebe einzusetzen“, betonte die Ministerin.

Veranstalter des 4. Sächsischen Geschichtscamp ist das Kultusministerium in Kooperation mit der Außenstelle Chemnitz des Bundesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen und dem Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten. Weitere Kooperationspartner sind: Sächsischer Ausbildungs- und Erprobungskanal Plauen (SAEK), Gedenkstätte Geschlossener Jugendwerkhof Torgau, Kulturreferat der Stadt Plauen.

Themen, die die Schüler im Gespräch mit Zeitzeugen und Experten sowie in den verschiedenen Workshops erwartet:
1. „Ungeziefer“, „Kornblume“, „Festigung“: Zwangsaussiedlungen im Grenzgebiet
2. Freiheit oder Tod: Fluchtversuche und Fluchtschicksale an einer unüberwindbaren Grenze
3. Der Ausreiseantrag als „offizieller“ Fluchtweg: Erfolgsaussichten und Reaktionen der Stasi
4. Das Malzhaus in Plauen: ein Jugendclub im Visier der Stasi
5. Funke der Friedlichen Revolution: Plauen im Herbst 1989
6. Überwachung und Einschüchterung: die Arbeit der Stasi am Beispiel Plauens
7. Besuch des Deutsch-deutschen Museums in Mödlareuth

Die Bewerbungsunterlagen sind einzureichen an:
Sächsisches Staatsministerium für Kultus
Thomas Müller, Referat 32,
Carolaplatz 1, 01097 Dresden
thomas.mueller@smk.sachsen.de

Weitere Informationen zur Anmeldung unter: www.bildung.sachsen.de


Kontakt

Sächsisches Staatsministerium für Kultus

Pressesprecher Dirk Reelfs
Telefon: +49 351 564 65100
Telefax: +49 351 564 65019
E-Mail: presse@smk.sachsen.de

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