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04.06.2015, 15:00 Uhr

Das Undenkbare vordenken

Notfallübung im Hauptstaatsarchiv Dresden

Für Archive, Bibliotheken und Museen ist es das »Worst-Case-Szenario« – Feuer im Magazin und Löschwasserschäden an unersetzbaren Kulturgütern. Eine Notfallübung, die das Hauptstaatsarchiv Dresden am kommenden Donnerstag (11.06.2015, 10–12 Uhr) veranstaltet, simuliert den Ernstfall. Geprobt wird die Zusammenarbeit mit der Feuerwehr und dem 2011 gegründeten Notfallverbund der Dresdner Kulturinstitutionen. Unter anderem sind eine Löschübung sowie die Evakuierung und konservatorische Sofortbehandlung geschädigter Archivalien geplant.

Mehr als 60 Helfer wirken an der Übung mit. Neben Mitarbeitern des Staatsarchivs und der Berufsfeuerwehr Dresden beteiligen sich zahlreiche Vertreter anderer Dresdner Einrichtungen wie etwa des Stadtarchivs. Eine besondere Rolle wird der 2014 beschaffte Spezialrettungszug für Kulturgüter spielen, den die Freiwillige Feuerwehr Dresden-Kaitz unterhält. Er verfügt unter anderem über spezielle Drehstapelbehälter, in denen löschwassergeschädigtes Archivgut gesammelt und zur Verhinderung von Schimmel in Kühlhäuser transportiert werden kann.

Mit rund 50.000 Urkunden und 50 Regalkilometern Akten aus mehr als 1000 Jahren sächsischer Geschichte zählt das Hauptstaatsarchiv Dresden laut UNESCO zu den 100 bedeutendsten Archiven der Welt. Nach einem Magazinneubau (2008) und der Sanierung der denkmalgeschützten Gebäude an der Albertstraße (2011) besitzt es derzeit eines der modernsten Brandschutzsysteme deutscher Archive. Im Alarmfall wird mit einer innovativen Hochdruck-Vernebelungsanlage gelöscht, die mit kleinsten Wassermengen auskommt. Darüber hinaus ist der komplette Archivbestand in Spezialkartonagen untergebracht, die einen guten Schutz gegen Entflammung und Löschmittel bieten. Ein Notfallplan sieht unter anderem Maßnahmen für eine rasche Evakuierung vor, wie sie nun erstmals im Verbund getestet werden sollen.

Vertreter der Medien sind herzlich willkommen. Um Voranmeldung unter 0351/89219-710 (poststelle-d@sta.smi.sachsen.de) wird gebeten.

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Telefon +49 351 89 219 701
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