Deutsche Forschungsgemeinschaft bewilligt die Fortsetzung eines Graduiertenkollegs und von vier Sonderforschungsbereichen aus Sachsen

22.05.2015, 15:07 Uhr — Erstveröffentlichung (aktuell)

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) stimmte der Weiterförderung von einem Graduiertenkolleg und vier Sonderforschungsbereichen aus Sachsen bzw. mit sächsischer Beteiligung zu. Die Entscheidung trafen die entsprechenden DFG-Ausschüsse auf ihren Sitzungen im Mai in Bonn.

Der DFG-Bewilligungsausschuss für Graduiertenkollegs beschloss die Förderung eines von der TU Dresden unter der Leitung von Professor Klauß zur Fortsetzung beantragten Graduiertenkollegs zum Thema Magnetismus und Supraleitung in intermetallischen Verbindungen. In den kommenden viereinhalb Jahren unterstützt die DFG das Projekt mit rund 3,5 Millionen Euro. Beteiligt sind über 30 Doktoranden mehrerer Universitäts-, Helmholtz-, Leibniz- und Max-Planck-Institute aus Dresden. Diese sind mit großem Erfolg und international führend in diesem Forschungsfeld tätig. Die Forschungsthemen bedingen eine große Vernetzung der einzelnen Promotionsarbeiten. Dies fördert und fordert eine interdisziplinäre Kooperation der Doktorandinnen und Doktoranden aus Physik und Chemie.

Der DFG-Bewilligungsausschuss Sonderforschungsbereiche beschloss ebenfalls die Förderung von zwei Sonderforschungsbereichen der TU Dresden und einem an der TU Bergakademie Freiberg. Geleitet werden die Sonderforschungsbereiche in Dresden von Professor Fettweis bzw. von Professor Brecher und in Freiberg von Professor Aneziris. Bei dem an der TU Dresden koordinierten Projekt HAEC (Highly Adaptive Energy-efficient Computing) geht es um die Erforschung von Technologien, die Computersysteme mit hoher Energie-Effizienz ausstatten ohne dabei Kompromisse bezüglich der Leistungsfähigkeit einzugehen. Der zweite Sonderforschungsbereich der TU Dresden, gemeinsam mit der TU Chemnitz und der RWTH Aachen zielt auf die Erforschung der Verbesserung der Bearbeitungsgenauigkeit von Werkzeugmaschinen bei thermisch instabilen Verhältnissen und steigender Produktivität ab. Zwei renommierte Fraunhofer-Institute für Werkzeugmaschinen und Umformtechnik in Chemnitz sowie für Produktionstechnologie in Aachen sind an dem Sonderforschungsbereich beteiligt. Der an der TU Bergakademie Freiberg koordinierte Sonderforschungsbereich sucht nach neuwertigen Filterwerkstoffen und Filterformen, mit deren Anwendung die Eigenschaften bekannter Werkstoffe bisher ungeahnte Qualitäten erreichen sollen.

Zudem bewilligte der Ausschuss der DFG einen Sonderforschungsbereich mit sächsischer Beteiligung. So werden an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg gemeinsam mit der Universität Leipzig und weiteren außeruniversitären Partnern, dem Leibniz-Institut für Oberflächenmodifizierung (IOM) Leipzig und dem Fraunhofer-Institut für Werkstoffmechanik (IWM) Halle spezielle Strukturbildungsprozesse bei Polymeren aus chemischer, physikalischer und biophysikalischer Sicht untersucht. Als Sprecher des Sonderforschungsbereichs fungiert Universitäts-Professor Thurn-Albrecht aus Halle. Sein Stellvertreter ist Professor Cichos von der Universität Leipzig.

Alle vier Sonderforschungsbereiche gehen in ihre zweite Förderphase und können in den nächsten vier Jahren auf ihren Wissenschaftsgebieten weitere wissenschaftliche Ergebnisse erarbeiten, um dann die Erntephase in der dritten und letzten Förderperiode erfolgreich vorzubereiten zu können. Die DFG wird diese vier Sonderforschungsbereiche bis Juni 2019 mit insgesamt rund 46 Millionen Euro unterstützen.


Kontakt

Sächsisches Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst

Pressesprecher Falk Lange
Telefon: +49 351 564 60200
E-Mail: falk.lange@smwk.sachsen.de
zurück zum Seitenanfang