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30.11.2014, 12:00 Uhr

Neue EU-Förderrunde zur industriellen Biotechnologie – Sächsische Antragsteller mit Vorteil

Ausschreibung startet zum 1. Dezember 2014: Sächsisches Wissenschaftsministerium fördert die Einbindung von Wissenschaftlern in europäische Forschungsprojekte mit zusätzlich 2 Millionen Euro

Im Rahmen des Programms „European Research Area-Nets Industrial Biotechnology 2“ fördert der Freistaat Sachsen sächsische Universitäten, Hochschulen, Forschungseinrichtungen und Unternehmen in länderübergreifenden Projekten im Bereich der industriellen Biotechnologie. Das Sächsische Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst stellt dafür 2 Millionen Euro zur Verfügung.

„Das Programm, mit dem wir die sächsische Biotechnologie-Initiative fortführen, ist eine hervorragende Chance für unsere Hochschulen und Forschungseinrichtungen, sich verstärkt bei länderübergreifenden internationalen Kooperationen einzubringen und so ihre internationale Wettbewerbsfähigkeit auszubauen“, so Dr. Eva-Maria Stange, Sächsische Staatsministerin für Wissenschaft und Kunst.

Die Projekte mit einer Laufzeit von bis zu 36 Monaten starten voraussichtlich Anfang 2016. Der aktuelle Aufruf konzentriert sich auf Forschungsvorhaben zum Beispiel zur Konversion von industriellen Nebenprodukten und Biomasse zu höherwertigen Produkten, zur Entwicklung innovativer, nachhaltiger Produktionsprozesse (unter Einsatz von Enzymen, Mikroorganismen, zellfreier Biosynthesesysteme), zu Prozessentwicklungen zur Intensivierung und Integration in existierende Industrieprozesse oder zur Entwicklung neuer funktionaler Materialien aus nachwachsenden Rohstoffen.

Bis zum 23. Februar 2015 können Universitäten, Hochschulen, Forschungseinrichtungen und Unternehmen Projektskizzen über das zentrale Online-Portal www.era-ib.net einreichen. In jedem Projekt müssen Einrichtungen aus mindestens drei der an dem Aufruf beteiligten Länder kooperieren.

Für Partner aus Deutschland gilt, dass lediglich Konsortien mit rein sächsischer Beteiligung frei in der Themenwahl sind. Vorhaben mit anderen deutschen Partnern müssen thematisch dem Förderprogramm des an der Ausschreibung ebenfalls beteiligten Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft „Nachwachsende Rohstoffe“ zuzuordnen sein.

Hierbei sind Anwendungen im Bereich Nahrungs- und Futtermittel sowie Pharmazeutika ausgeschlossen. Sächsische Antragsteller haben damit gegenüber den anderen deutschen Antragstellern einen Vorteil und werden ausdrücklich aufgefordert, sich um eine Förderung zu bewerben. Außerdem wird empfohlen, die Hinweise im Annex des Call-Textes zu beachten. Alle Anträge werden von einer internationalen Expertenrunde bewertet.

Eine vollständige Themenbeschreibung findet sich im offiziellen Text der Ausschreibung (www.era-ib.net). Details zum Antrags- und Bewilligungsverfahren gehen aus dem Aufruf hervor. Ansprechpartnerin im SMWK/Freistaat Sachsen ist Gabriele Süptitz (gabriele.sueptitz@smwk.sachsen.de).

Hintergrund:
Um die Etablierung der industriellen Biotechnologie in Europa zu stärken, haben Forschungsförderer aus 13 EU- und assoziierten Ländern von Norwegen bis zur Türkei und von Portugal bis Russland im Rahmen des Europäischen Forschungsnetzwerkes ERA-IB-2 (www.era-ib.net) eine gemeinsame Initiative für transnationale Forschungsprojekte gestartet. Der Freistaat Sachsen ist seit 2007 im Rahmen seiner Biotechnologie-Offensive Partner in diesem Europäischen Forschungsnetzwerk.

Unter industrieller Biotechnologie versteht man die Anwendung der Biotechnologie zur umweltfreundlichen Produktion und Verarbeitung von Chemikalien, Pharmaka und Materialien. Sie wird auch als „Weiße Biotechnologie“ bezeichnet, um ihre Rolle für eine nachhaltige resourceneffiziente industrielle Produktion herauszustellen.

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Telefon +49 351 564 6020
Telefax +49 351 564 6025
 
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