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ESF-Mittel werden verstärkt für höhere Studienerfolgsquote eingesetzt

31.07.2014, 11:50 Uhr — Erstveröffentlichung (aktuell)

Sicherung von hochqualifizierten Fachkräften für die regionale Wirtschaft

„Unser Ziel ist es, die Hochschulabschlussquote an den sächsischen Hochschulen zu steigern. Dafür werden wir gezielt Mittel aus dem Europäischen Sozialfond einsetzen. Wir wollen, dass unsere Hochschulen den künftigen Bedarf an jungen, hochqualifizierten Fachkräften für die regionale Wirtschaft noch besser decken können. Für den Studienerfolg spielen Qualitätssicherung von Lehre und verbesserte Beratung während des Studiums eine herausgehobene Rolle. Wer Studierende vor allem in den ersten Semestern besser an die Hand nimmt, kann viele Studienabbrüche vermeiden“, erklärt Wissenschaftsministerin Sabine von Schorlemer.

Zur Verbesserung des Studienerfolgs an den sächsischen Hochschulen sollen künftig auch Mittel aus dem Europäischen Sozialfond eingesetzt. In der kommenden Förderperiode des Europäischen Sozialfonds ESF 2014-2020 wird die Steigerung der Qualität der hochschulischen Lehre sowie des Studienerfolgs in Sachsen einen Förderschwerpunkt des Staatsministeriums für Wissenschaft und Kunst bilden. Dafür sind mehr als 34 Millionen Euro eingeplant.

Ein besonderer Schwerpunkt wird dabei auch auf der Gewinnung und Förderung junger Frauen gelegt werden. Obwohl über 50 Prozent von ihnen eine Hochschulzugangsberechtigung haben, liegt der Frauenanteil an den Hochschulen darunter. Im Jahr 2013 waren es nur 46,4 Prozent. Vor allem in den MINT-Fächern ist der Anteil weiblicher Studierender traditionell gering.

Derzeit gibt es keine flächendeckenden Informationen über die Situation in den einzelnen Studiengängen. Daher ist beabsichtigt, ab dem nächsten Wintersemester 2014/2015 gemeinsam mit den Hochschulen Szenarien, Strategien und Systeme zu entwickeln, um Studienabbruchgefährdete zu identifizieren und gezielt zu fördern. In einer zweiten Phase, die im Sommer 2015 beginnen kann, sollen auf den identifizierten Bedarf angepasste zusätzliche Studienangebote entwickelt, erprobt und implementiert werden.

Studienabbrüche führen zum Wechsel des Studienfachs oder der Hochschule oder aber zum Verlassen der Hochschule ohne einen Abschluss etwa in alternative Berufsbildungssysteme. Der Studienabbruch wird häufig in den ersten beiden Semestern erwogen. Hier sollen gezielte Instrumente noch stärker eingesetzt werden. Dazu gehören etwa Brückenkurse, Einführungsvorlesungen in besonders schwierige Fächer auch um Wissenslücken zu identifizieren oder Tutorien. Aber auch Mentoringnetzwerke und eine bessere Studienorientierung im Vorfeld des Studiums wirken sich positiv auf den Studienerfolg aus. Diese und andere Maßnahmen werden von den Hochschulen bereits in unterschiedlichem Maße umgesetzt. Es gilt aber auch, frühzeitig abbruchgefährdete Studierende zu identifizieren und angemessen zu beraten.

Die sächsischen Hochschulen sind nun angehalten, gemeinsam mit den Partnern in den Wissenschaftsforen wirksame Strategien zu entwickeln und gemeinsam mit dem Wissenschaftsministerium voranzubringen.


Kontakt

Sächsisches Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst

Pressesprecher Falk Lange

Telefon: +49 351 564 60200

E-Mail: falk.lange@smwk.sachsen.de

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