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Kunstministerin Sabine von Schorlemer: „Kunst und Kultur sind unverzichtbar für die gedeihliche Entwicklung und für den Zusammenhalt der Gesellschaft“

12.03.2014, 10:36 Uhr — Erstveröffentlichung (aktuell)

Fachregierungserklärung: „Mehr als ein Verfassungsauftrag – gemeinsam fördern und pflegen wir unsere Kunst und Kultur in Sachsen“

Die Sächsische Staatsministerin für Wissenschaft und Kunst, Sabine von Schorlemer, hat in ihrer heutigen Fachregierungserklärung vor dem Sächsischen Landtag die Bedeutung von Kunst und Kultur „als Lebenselixier, Lebensqualität, vielfach auch Lebenssinn für den Einzelnen“ und die „Verpflichtung zur Kunst und Kultur in einer verfassungsrechtlichen als auch in einer gesellschaftlichen und einer individuellen Dimension“ unterstrichen.

„Dass der Freistaat ein der Kultur verpflichteter Staat ist, ist nicht nur Selbstverständnis, sondern mündet in eine Handlungsverpflichtung“, so die Kunstministerin. Angemessene sowie auskömmliche Rahmenbedingungen für Kunst und Kultur seien unerlässlich. Neben der finanziellen Ausgestaltung gehöre jedoch auch dazu, die Strukturen der Kulturlandschaft zu optimieren, für die Zukunft zu sichern und im Hinblick auf ihre Verwaltung zu verschlanken.
Sabine von Schorlemer unterstrich ihr Bemühen, die Mittel des Kulturraumgesetzes im nächsten Doppelhaushalt aufzustocken.

In ihrer Rede gab die Kunstministerin einen Rückblick auf die Bilanz sächsischer Kunst- und Kulturpolitik dieser Legislaturperiode (verfassungsrechtliche Grundlagen, Kulturförderung und kulturelle Teilhabe Erinnerungskultur, Kulturelle Bildung, Kulturelle Teilhabe durch inklusive Angebote, Bewahrung der Identität und Pflege sowie Entwicklung der Sprache, Kultur und Überlieferung), beleuchtete das Spannungsfeld der Kunst- und Kulturpolitik des Freistaates im Verhältnis zu Kommunen, Bund und Europäischer Union und benannte in einem dritten Teil die nachfolgenden Schwerpunkte sowie Zukunftsfelder sächsischer Kunst- und Kulturpolitik.

Schwerpunkte und Zukunftsfelder sächsischer Kunst- und Kulturpolitik:

  1. Die Prägung Sachsens durch die Industriekultur an der Schnittstelle von Tradition / Innovation (Erhalt industriekultureller Zeugnisse, ihre Inwertsetzung und Sichtbarmachung)
  2. Fortgesetzte Unterstützung internationaler Auftritte sächsischer Kunst- und Kultureinrichtungen als „Kulturbotschafter“; Stärkung der Rolle der sächsischen Verbindungsbüros in Polen und Tschechien, Umsetzung des Förderprogramms für den internationalen kulturellen Dialog
  3. Willkommenskultur bzw. kulturelle Teilhabe ausländischer Mitbürger und Menschen mit Migrationshintergrund
  4. Sichtbarmachung des Immateriellen Kulturerbes als Ausdruck von Kreativität und Erfindergeist
  5. Weiterer Ausbau der Kunst- und Kulturforschung (u. a. Provenienzrecherche, Restaurierung von Kulturgut, Forschungen zur Industriekultur)
  6. Paradigmenwechsel von Zeit- zu Sachzeugen in der Erinnerungs- und Gedenkkultur; Erinnerungs- und Gedenkkultur als eine Aufgabe von europäischer Dimension begreifen
  7. Stärkung der Kunsthochschulen – Vernetzung in den Wissenschaftsregionen
  8. Dem demografischen Wandel mit Kunst und Kultur begegnen – Kulturpolitik verlangt nach Stadt und Land differenzierte kulturelle und kulturpolitische Antworten – Mobilitätsangebote in der Kultur zu verbessern
  9. Lage von Künstlern verbessern – Aufgabe des Staates, Künstler und Kulturschaffende stärker als bisher zu unterstützen
  10. Digitalisierung und Folgeabschätzung – Sicherung des kulturellen Erbes

Die Rede von Staatsministerin von Schorlemer finden Sie im Anhang.


Kontakt

Sächsisches Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst

Pressesprecher Falk Lange

Telefon: +49 351 564 60200

E-Mail: falk.lange@smwk.sachsen.de

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