Pilotprojekt „Schülergesprächskonzerte“ erfolgreich gestartet

18.11.2013, 17:28 Uhr — Erstveröffentlichung (aktuell)

Neue Jüdische Kammerphilharmonie spielt verfemte Kunst und erinnert an menschenverachtende Politik der Nationalsozialisten

Dresden (18. November 2013) - Die Neue Jüdische Kammerphilharmonie Dresden mit ihrem künstlerischen Leiter Michael Hurshell hat sich zur Aufgabe gemacht, heute nicht mehr bekannte Musik zu spielen und Schüler dabei an die Verfemung der Kunst durch die Nationalsozialisten zu erinnern.

Im Rahmen zweier Schülergesprächskonzerte am Sächsischen Landesgymnasium für Musik Carl Maria von Weber in Dresden wurden rund 160 Schülern der siebten bis elften Klassen des Musik-Landesgymnasiums sowie des Landesgymnasiums St. Afra in Meißen und einer Oberschule aus Radebeul heute die verheerenden Auswirkungen von Kunstverfemung während der nationalsozialistischen Diktatur vermittelt.

Diese Konzerte waren der Auftakt eines seitens der Sächsischen Staatskanzlei einmalig geförderten Pilotprojektes. Die „Schülergesprächskonzerte“ sollen allerdings dauerhaft als Veranstaltungsreihe für Schüler im Freistaat Sachsen etabliert werden.

Die Neue Jüdische Kammerphilharmonie spielte heute Werke der Komponisten Alexander von Zemlinsky aus Österreich und des nach der Emigration in die USA überaus erfolgreichen Dresdners Franz Waxman.

Zuvor hatten sich die Schüler im Rahmen des Projekts im Unterricht mit der Biografie der Komponisten und der Geschichte der Judenverfolgung in Deutschland beschäftigt. Spezielles Unterrichtsmaterial dafür hatte das Anne Frank Zentrum in Berlin als pädagogischer Kooperationspartner des Projekts erstellt.


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