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18.09.2013, 16:28 Uhr

Clauß: Netzwerk gegen multiresistenten Erreger (MRE) ist eine Erfolgsgeschichte

Sachsens Gesundheitsministerin Christine Clauß hat in der heutigen Landtagsdebatte das sächsische Netzwerk gegen MRE als Erfolgsgeschichte gewertet.

„Unsere regionalen Netzwerke gegen Multiresistente Erreger arbeiten flächendeckend in Sachsen – unter der Leitung der jeweils zuständigen Gesundheitsämter. Damit war und ist der Freistaat Schrittmacher im Kampf gegen diese Keime. Auch künftig werden wir, über die gesetzlichen Forderungen hinaus reichende, Initiativen von Krankenhäusern sowohl zur Verbesserung der Krankenhaushygiene als auch für einen rationalen Antibiotikaeinsatz unterstützen“, betont die Ministerin.

So wurde beispielsweise durch die Arbeitsgruppe Hygienemaßnahmen/ Kommunikation ein Überleitungsbogen zur Informationsübermittlung bei Multiresistenten Erregern entwickelt. Dieser dient dem Informationsaustausch zwischen medizinischen Einrichtungen, ambulanten und stationären Pflegeeinrichtungen, Rettungsdienst und Krankentransport sowie ambulant tätigen Ärzten. Zu dem wurde eine Reihe von Informationsflyern für den Bereich der ambulanten Pflege, für Angehörige und Betroffene entwickelt.

„Um Daten zum Antibiotika-Verbrauch zu erheben, wird den sächsischen Krankenhäusern die Teilnahme am Antibiotika-Surveillance-Projekt empfohlen“, sagte Clauß weiter. So können lokale bzw. regionale Empfehlungen zur Antibiotika-Therapie erstellt werden und individuelle Strategien für einen rationalen Einsatz von Antibiotika entwickelt werden.

Mit Hilfe der Arbeitsgruppe Surveillance und Antibiotikastrategie werden Resistenzendaten erhoben und den Ärzten als Entscheidungshilfe zum rationalen Einsatz von Antibiotika zugänglich gemacht. Künftig werden sich die Labore im Freistaat Sachsen am Resistenz-Erfassungssystem des Robert-Koch-Institutes beteiligen. Gleichzeitig werden diese Daten auch der Landesuntersuchungsanstalt Sachsen (LUA) für eigene Auswertungen zur Verfügung gestellt.

„Sollte es jedoch trotz aller präventiven Anstrengungen zu einem Ausbruch in einem Krankenhaus kommen, müssen alle notwendigen Maßnahmen ergriffen werden, um diesen Ausbruch schnell zu stoppen“, fordert Clauß. Natürlich sei auch eine wissenschaftliche Auswertung notwendig, um Schwachstellen im Hygienemanagement zu erkennen, effektive Maßnahmen zu bestätigen und sich damit für die Zukunft noch besser aufzustellen.

Zu diesem Zweck hat das Sächsische Staatsministerium für Soziales und Verbraucherschutz im vergangenen Jahr bei einem Ausbruch im Universitätsklinikum Leipzig das Robert-Koch-Institut um Hilfe gebeten. „Der Auswertungsbericht zu diesem Ausbruch liegt nunmehr vor und wird an die Beteiligten weitergeleitet. Es hat sich bestätigt, dass nur die konsequente Einhaltung von Hygieneregeln und die partnerschaftliche Zusammenarbeit aller Beteiligten zum Ziel führt“, sagte die Ministerin abschließend.

Weiterführende Informationen:
Im Freistaat Sachsen wurden durch die Sächsische Krankenhaushygienerahmenverordnung bereits seit 1998 personelle Standards für die Krankenhäuser im Freistaat Sachsen festgelegt. Deshalb ist der Qualifizierungsstand für Hygienefachpersonal im Freistaat Sachsen auf einem hohen Niveau. Um der Verbreitung Multiresistenter Erreger (MRE) zu begegnen, wurde im Jahr 2010 im Freistaat Sachsen eine Landesarbeitsgemeinschaft MRE geschaffen und begonnen, regionale Netzwerke gegen MRE zu gründen. Das Netzwerk Multiresistente Erreger soll auf Landesebene, aber auch auf regionaler Ebene die Anstrengungen zur Verhinderung krankenhausbedingter Infektionen bündeln. Durch die koordinierende Tätigkeit des Netzwerkes wird der Rahmen für den verstärkten Kampf gegen krankenhausbedingte Infektionen geschaffen.

http://www.gesunde.sachsen.de/15542.html
http://www.gesunde.sachsen.de/download/lua/Broschuere_MRSA_SMS_Sachsen.pdf

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