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"Da ist Musik drin"

10.06.2013, 11:19 Uhr — Erstveröffentlichung (aktuell)

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Geschäftsbücher von Breitkopf & Härtel (© Sächsisches Staatsarchiv)

Geschäftsbücher der New Yorker Zweigstelle von Breitkopf & Härtel, um 1895

Geschäftsbücher der New Yorker Zweigstelle von Breitkopf & Härtel, um 1895
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Korrekturen von Franz Liszt (© Sächsisches Staatsarchiv)

Korrekturabzug des Musikverlags C. F. Kahnt zu Franz Liszt: Cantantibus organis (Ausschnitt, mit eigenhändigen Korrekturen und Unterschrift von Franz Liszt) Leipzig / Weimar, November 1880

Korrekturabzug des Musikverlags C. F. Kahnt zu Franz Liszt: Cantantibus organis (Ausschnitt, mit eigenhändigen Korrekturen und Unterschrift von Franz Liszt) 
Leipzig / Weimar, November 1880
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Edvard Grieg zu Besuch bei Martha und Henri Hinrichsen, Verlagsleiter von C. F. Peters in Leipzig, Mai 1903 (© Sächsisches Staatsarchiv)

von links: Verlagsprokurist Paul Ollendorff, Edvard und Nina Grieg, Martha und Henri Hinrichsen

von links: Verlagsprokurist Paul Ollendorff, Edvard und Nina Grieg, Martha und Henri Hinrichsen

Ausstellung zur Geschichte der Leipziger Musikverlage im Staatsarchiv Leipzig

Das Staatsarchiv Leipzig eröffnet am 20. Juni, 17 Uhr, seine Ausstellung „Da ist Musik drin. Leipziger Musikverlage in Zeugnissen aus zwei Jahrhunderten“, die vom 21.6. bis 9.8.2013 im Staatsarchiv zu sehen ist. Die Präsentation ermöglicht die Begegnung mit authentischen Quellen aus der traditionsreichen Verlagsgeschichte der Messestadt seit dem ausgehenden 18. Jahrhundert.

Überlieferung
Bereits seit den 1960er Jahren gelangten Unterlagen von Musikverlagen in das Staatsarchiv Leipzig. Aufgrund der festgelegten Zuständigkeit übernahm das Archiv Altbestände von Firmen in Leipzig und im Leipziger Raum, darunter auch von Verlagen. Heute befinden sich im Staatsarchiv Leipzig 44 Verlagsbestände, darunter 16 Musikverlage. Sie umfassen den Zeitraum von 1800 bis ins Jahr 2000. „Das Staatsarchiv Leipzig verwahrt mit über 700 laufenden Metern Gesamtumfang die bedeutendste Überlieferung von Musikverlagen im deutschsprachigen Raum“, hebt Thekla Kluttig, die Kuratorin der Ausstellung, hervor. „Wir freuen uns, einen Querschnitt aus diesen Beständen dieses Jahr erstmals öffentlich zu präsentieren.“

Ausstellung
Die vielfältigen Archivquellen der Verlagsbestände ermöglichen einen Einblick in das gesamte Spektrum verlegerischer Aktivitäten. Im Mittelpunkt stehen die namhaften Musikverlage Breitkopf & Härtel, Bureau de Musique (später C. F. Peters) und VEB Deutscher Verlag für Musik im 19. und 20. Jahrhundert. Zu den Themenbereichen der Ausstellung gehören der Herstellungsprozess von Musikalien, das spannungsreiche Verhältnis von Komponisten und Verlegern oder der Kampf gegen ungenehmigte Nachdrucke. Daneben werden die internationalen Märkte und einzelne Verlegerfamilien wie von Hase oder Hinrichsen näher beleuchtet. Aber auch Zäsuren der Verlagsgeschichte wie die „Arisierungen“, die Zerstörung des grafischen Viertels 1943 oder die Gründung der westdeutschen Parallelverlage nach 1945 werden thematisiert. Zu den bemerkenswertesten Exponaten zählen eigenhändige Briefe von Komponisten wie Edvard Grieg, Max Reger oder Richard Strauss sowie Notenmanuskripte von Franz Liszt, Camille Saint-Saëns und anderen.

Die Eröffnung der Ausstellung findet am 20. Juni 2013, 17.00 Uhr, im Staatsarchiv in Leipzig-Paunsdorf statt. Ein Pressetermin für Journalisten ist am gleichen Tag für 16.00 Uhr vorgesehen. Es besteht die Möglichkeit zu Foto- und Filmaufnahmen sowie zu Interviews. Um Voranmeldung per E-Mail (birgit.richter@sta.smi.sachsen.de) wird gebeten.

Besichtigungen sind während der Öffnungszeiten des Archivs möglich. Zu öffentlichen Führungen lädt das Archiv am 27.6. und am 18.7.2013, jeweils 16.30 Uhr, ein. Weitere Termine für Gruppen sind nach Vereinbarung möglich. Der Eintritt ist frei. Öffnungszeiten: Montag und Dienstag 8 – 16 Uhr, Mittwoch und Donnerstag 8 – 18 Uhr und Freitag 8 – 13 Uhr.

Die Ausstellung markiert zugleich den Auftakt für die internationale Konferenz unter dem Titel „Das Leipziger Musikverlagswesen im internationalen Kontext“. Nähere Informationen sind über das Institut für Musikwissenschaft der Universität Leipzig (www.gko.uni-leipzig.de/musikwissenschaft) zu finden.


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