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Tillich eröffnet Sonderschau auf Schloss Hubertusburg

27.04.2013, 11:00 Uhr — Erstveröffentlichung (aktuell)

Ministerpräsident erinnert an Friedensschluss vor 250 Jahren

Kunstministerin: Schloss wird als Ort europäischer Geschichte sichtbar

Wermsdorf (27. April 2013) – Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich hat auf Schloss Hubertusburg nahe Leipzig die Sonderausstellung zum Hubertusburger Friedensschluss vor 250 Jahren eröffnet.

In seinem Grußwort erinnerte der Regierungschef am Samstag an die historischen Ereignisse vor zweieinhalb Jahrhunderten. „Der Siebenjährige Krieg begann in Sachsen und er endete in Sachsen – mit dem Friedensschluss im Schloss Hubertusburg.“

„Heute blicken wir auf eine lange Zeit des Friedens im Herzen Europas zurück“, sagte Tillich weiter. „Nach Jahrhunderten voller Krieg bestimmt heute der Frieden den europäischen Kontinent.“ Er rief zugleich dazu auf, die Schrecken des Krieges niemals zu vergessen. „Wir müssen uns immer wieder bewusst machen, was Krieg und Diktaturen anrichten: Sie verwüsten Gebäude, sie vernichten Kulturschätze und sie zerstören Menschenleben.“

Der Ministerpräsident würdigte ausdrücklich auch das bürgerschaftliche Engagement des Vereins „Freundeskreis von Schloss Hubertusburg“ für die historische Schlossanlage, für Frieden und Verständigung. Der Verein organisiert unter anderem die „Hubertusburger Friedensgespräche“ und vergibt den „Hubertusburger Jugendfriedenspreis“.

Die Staatsministerin für Wissenschaft und Kunst, Sabine von Schorlemer, sagte bei den Eröffnungsfeierlichkeiten: „Schloss Hubertusburg ist eine der bedeutendsten Schlossanlagen des 18. Jahrhunderts und wird mit der Ausstellung auch als Ort großer europäischer Geschichte sichtbar. Zum 250. Jahrestag des Hubertusburger Friedens rückt der kulturgeschichtliche Rang der königlichen Jagdresidenz erneut in das Bewusstsein der Öffentlichkeit.“

Der Freistaat hat die Sonderausstellung und Arbeiten wie die Sanierung von Kapelle, Königsloge und Ovalsaal finanziell unterstützt. Insgesamt investierte Sachsen seit 1991 in den Erhalt und die Sanierung der einzigartigen Schlossanlage bereits rund 90 Millionen Euro.

Die Sonderausstellung der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden mit dem Titel „Die königliche Jagdresidenz Hubertusburg und der Friede von 1763“ ist vom 28. April bis 5. Oktober 2013 im Schloss Hubertusburg zu sehen. Die Ausstellung thematisiert die höfische Prachtentfaltung unter August III., die sächsische Geschichte der Parforcejagd sowie den Siebenjährigen Krieg und den Hubertusburger Frieden.


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