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Ministerpräsident Tillich überreicht Verdienstorden an künftigen Fraunhofer-Präsidenten

20.09.2012, 11:30 Uhr — Erstveröffentlichung (aktuell)

Symposium zu Ehren von Prof. Dr. Reimund Neugebauer in Chemnitz

Chemnitz (20. September 2012) - Ministerpräsident Stanislaw Tillich hat dem langjährigen Institutsleiter des Fraunhofer-Instituts für Werkzeugmaschinen und Umformtechnik IWU, Prof. Dr. Reimund Neugebauer, heute den Sächsischen Verdienstorden verliehen. Mit dieser Auszeichnung ehrt der Freistaat Sachsen Menschen, die sich im politischen, wirtschaftlichen, kulturellen, sozialen, gesellschaftlichen oder ehrenamtlichen Bereich in herausragendem Maße engagiert haben.

„Prof. Neugebauer ist ein unternehmerisch denkender Wissenschaftler im doppelten Sinn. Einerseits hat er dank wegweisender Forschungen von Weltruf Drittmittelprojekte, Sonderforschungsbereiche und Exzellenzcluster an die TU Chemnitz und ans Fraunhofer IWU geholt“, würdigte Ministerpräsident Stanislaw Tillich die Verdienste von Prof. Neugebauer um den Wissens- und Wirtschaftsstandort Sachsen. „Andererseits war es stets sein Anliegen, dass die Wissenschaft den Unternehmen der Region hilft, ihre Wettbewerbsfähigkeit und Innovationskraft zu steigern.“

Die Ideenschmiede Sachsen sei aber auch deshalb so erfolgreich, weil die Politik voll auf die Stärkung der Innovationskraft setze. „Diesen Dreiklang Wissenschaft-Wirtschaft-Politik findet man im weitsichtigen Wirken von Prof. Neugebauer wieder. Er versteht es, diese drei Bereiche insbesondere in Südwestsachsen zu vernetzen“, sagte Tillich in seiner Festrede anlässlich des heutigen Ehrensymposiums zur feierlichen Verabschiedung von Prof. Neugebauer. Hierzu luden das Fraunhofer-Institut für Werkzeugmaschinen und Umformtechnik IWU sowie die Technische Universität Chemnitz ins Zentrale Hörsaal- und Seminargebäude ein. Der Senat der Fraunhofer-Gesellschaft hat in seiner Sitzung am 8. Mai 2012 Prof. Neugebauer zum künftigen Präsidenten gewählt. Er soll im Oktober Prof. Dr. Hans-Jörg Bullinger nachfolgen, der zehn Jahre an der Spitze der Fraunhofer-Gesellschaft stand.

„Es ist schade, dass wir einen Macher wie Prof. Neugebauer nach München abgeben müssen. Aber man kann es auch anders, nämlich so sehen: Sachsen gibt mit dem Weggang dieser herausragenden Persönlichkeit der Fraunhofer-Gesellschaft etwas zurück für ihr Vertrauen in unser Land“, so Tillich. Der Freistaat Sachsen beherberge im Ländervergleich die größte Anzahl an Fraunhofer-Einrichtungen. „Nun dürfen wir gespannt sein, wie sich die Fraunhofer-Gesellschaft mit einem Sachsen an der Spitze entwickeln wird.“

Die Festrede des Ministerpräsidenten zum Thema „Sachsen – eine Innovationsschmiede in Europa“ im Wortlaut erhalten Sie im Anhang dieser Medieninformation.

Hintergrundinformationen zum Sächsischen Verdienstorden:

Der Sächsische Verdienstorden wurde 1996 gestiftet und am 27. Oktober 1997 erstmals verliehen. Ihn können in- und ausländische Persönlichkeiten erhalten, die sich um den Freistaat Sachsen und seine Bevölkerung besonders verdient gemacht haben. Außerordentliche Leistungen über einen längeren Zeitraum oder eine ganz außergewöhnliche Einzeltat sind Kriterien für eine Verleihung. Insgesamt darf die Zahl der Ordensträger 500 nicht überschreiten. Bisher wurde der Sächsische Verdienstorden 235 Mal verliehen – die heutige Verleihung inbegriffen.


Kontakt

Sächsische Staatskanzlei

Regierungssprecher Ralph Schreiber
Telefon: +49 351 564 10300
Telefax: +49 351 564 10309
E-Mail: presse@sk.sachsen.de
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